Der Leiermann Kultur-Blog

Der Leiermann – die ganze Welt der klassischen Kultur

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Die neuesten Beiträge

Johann Sebastian Bachs Sonaten für Flöte

Johann Sebastian Bachs Sonaten für Flöte

Bachs Sonaten für Flöte sind sehr unterschiedlich; spieltechnisch liegen sie zwischen »geht auch für Schüler« und »jedes Mal wieder eine Herausforderung«. Manche von ihnen spiele ich dementsprechend seit meiner frühen Zeit als Flötenschülerin und manch andere befindet sich erst seit einigen Jahren in meinem Repertoire …

Anna Bon di Venezia

Anna Bon di Venezia

Wirklich Erstaunliches geschieht, versucht man mehr über Anna Bon zu erfahren.Wie eine Fata Morgana taucht sie in den 1750er-Jahren am Horizont der Musikgeschichte auf, um Mitte der 1760er-Jahre wieder zu verschwinden. Während dieser eher kurzen Zeit muss sie eine eindrucksvolle Karriere gemacht haben.

Mechtilde Lichnowsky

Mechtilde Lichnowsky

Mechtilde Lichnowsky. In diesem Sommer habe ich eine Schriftstellerin wiederentdeckt und tauche tief hinein in ihre Welt. Denn der Zsolnay Verlag in Wien hat dankenswerterweise vor wenigen Monaten eine wunderschöne, vierbändige Werkausgabe herausgebracht und versammelt darin einige der wichtigsten Stücke von Mechtilde Lichnowsky, deren Bücher zuletzt kaum mehr greifbar waren, allenfalls noch antiquarisch.

Zwei Schwestern

Zwei Schwestern

Im Leben eines Künstlers haben Umbruchszeiten immer eine besondere Bedeutung. Meist kündigen sie sich schon lange vorher an und gehen einher mit Krankheit, Depression und Vernichtungsängsten und oft entladen sie sich mit einem Knall in einer überstürzten Flucht aus dem gewohnten Umfeld.

Der Tod des Marat

Der Tod des Marat

„Bürger, das Volk fordert seinen Freund zurück…es rief nach meiner Kunst…: David! Nimm deinen Pinsel, rief es, räche unseren Freund, räche Marat!“ Am 14. November 1793 spricht Jacques-Louis David diese Worte als Abgeordneter im französischen Nationalkonvent – und als der Maler des Gemäldes, das seinen ermordeten Freund zeigt: Jean Paul Marat, Arzt, Physiker und während der französischen Revolution zum Journalisten geworden.

Olivier Messiaen

Olivier Messiaen

Olivier Messiaen – eine Amsel für den Flötisten. So oft wie an Messiaen denke ich im täglichen Leben vermutlich an keinen anderen Komponisten – zumindest nicht in dieser schon Jahre andauernden Regelmäßigkeit. Sein Stück „Le merle noir“ (Schwarze Amsel) habe ich quasi im Kopf, sobald ich den Fuß ins Freie setze. Wir leben auf dem Land und meist höre ich schon nach wenigen Sekunden den ersten Vogel singen. Oft ist es eine Amsel. Ich antworte ihr mit den Tönen Messiaens.

Das Boudoir

Das Boudoir

Marie Antoinettes maulendes Boudoir. Bei dem Begriff „Boudoir“ sind der Phantasie üblicherweise keinerlei Grenzen gesetzt. Doch keine Angst! Hier geht es nicht um die Ausführungen des Marquis de Sade, der darin ein lasterhaftes Separee der Damenwelt sah mit der Empfehlung zu sado-masochistischen Praktiken.

Jolivets Incantations für Flöte solo

Jolivets Incantations für Flöte solo

André Jolivet und sein bekanntestes Werk für die Flöte – die 5 Incantations für Flöte Solo. Lesen Sie hier eine Einführung in das Werk. Der Komponist André Jolivet (1905-1974) ist nicht einfach zu fassen, seine Musik entzieht sich jeglicher Einordnung. Obwohl er über 200 Werke für alle Gattungen schrieb und dabei ständig auf der Suche nach neuen Wegen war, scheint dennoch ein großes Thema sein Werk zu beherrschen: Humanismus in einer vielfältigen Welt.

Ukulele

Ukulele

Wie meinen Sie? Die Ukulele hat in der europäischen Kulturgeschichte nichts verloren, die ist doch typisch hawaiianisch, meinen Sie? Nun, nicht ganz. Denn ihren Ursprung hat sie am westlichen Rande Europas, genauer in Portugal. Hier wurde sie erfunden und von hier startete sie ihren mittlerweile sehr erfolgreichen Siegeszug rund um den Erdball. Und das verwundert kein bisschen, wenn man sich etwas näher mit diesem Instrument auseinandersetzt.

Paula Modersohn-Becker

Paula Modersohn-Becker

Seit vielen Jahren schon fasziniert mich die Malerei Paula Modersohn-Beckers. Die anrührenden Figuren, die erdigen Farben, der direkte Blick, der einen aus vielen Bildern heraus fixiert und die beinahe überall anzutreffende Verbindung zur Natur.

Lesen Sie hier mehr dazu …

Joseph Mallord William Turner

Joseph Mallord William Turner

Joseph Mallord William Turner war ein englischer Maler, der der Romantik zugeordnet wird. Zugleich war er aber auch ein Neuerer auf mehreren Gebieten. Er malte seine Objekte, wie sie sind und wie er sie sah. Das „Sehen mit dem Pinsel“ ist ein natürlicher Prozess der künstlerischen Entwicklung. Das folgende Bild ist ein deutliches Beispiel.

Maria Theresia – böhmischen Königin

Maria Theresia – böhmischen Königin

Am 12. Mai 1743 wird Maria Theresia, mitten im Österreichischen Erbfolgekrieg, zur böhmischen Königin gekrönt. Ihr Verhältnis zu Böhmen war allerdings immer ein kompliziertes, da die Böhmen Karl Albrecht von Bayern unterstützt hatten.

Constanze Nissen, verwitwete Mozart

Constanze Nissen, verwitwete Mozart

Constanze (1762–1842), die Ehefrau Wolfgang Amadeus Mozarts, fristet in den meisten unserer Köpfe ihr Leben nur an der Seite ihres berühmten Ehemannes. Jedoch war sie bei dessen Tod im Jahre 1791 noch keine 30 Jahre alt und sollte noch über 50 Jahre leben. Wie ging es für sie weiter nach Wolfgangs Tod?

Emy Roeder

Emy Roeder

Emy Roeder wurde 1890 in Würzburg geboren. Früh beginnt sie Interesse an der Bildhauerei zu zeigen und wird 22jährig Schülerin von Bernhard Hoetger, mit dem sie an den Reliefs des Platanenhains der Darmstädter Mathildenhöhe arbeitet. Ab 1914 lebt sie in Berlin, heiratet den Kollegen Herbert Garbe und wird Mitglied der avantgardistischen »Novembergruppe«.

Michael Ende

Michael Ende

Am 1. September 1995 erklingt der „Reigen seliger Geister“ auf Münchens Waldfriedhof: In Glucks Oper „Orpheus und Euridike“ sind es wundersame Wesen, die frei und leicht den eintretenden Orpheus in ihrer Welt begrüßen. Es war der Wunsch von Michael Ende, dass dies das letzte Musikstück der Trauerfeier sein sollte. Dem musikalisch begabten Orpheus, so will es die Sage, gelingt es, die eigentlich unüberwindbare Grenze zwischen Leben und Tod zu überwinden, um seine Geliebte zurückzugewinnen.

Barockmusik – auch in Frankreich

Barockmusik – auch in Frankreich

Barockmusik – auch in Frankreich. Die damals – also Mitte des 17. Jahrhunderts – in unserem Nachbarland Frankreich moderne Traversflöte hatten einen volleren Klang als ihre Renaissance-Vorgänger. Und schnell erkannten die einheimischen Komponisten der Zeit hierin neue Möglichkeiten. Marin Marais und Jean-Baptiste Lully waren die Ersten.

Kater Murr

Kater Murr

Eines Tages erzählte er voll Begeisterung von einem Buch, das die Welt aus der Sicht eines Katers schilderte. Und davon, wie sehr es ihn beeindruckt hatte und wie lustig es im Grunde war.

Dora Maar

Dora Maar

Dora Maar kam 1936 als Henriette Theodora Markovitch in Tours zur Welt, wuchs in einem intellektuell-gebildeten Umfeld auf und lernte durch die Arbeit ihres Vaters früh mehrere Fremdsprachen. In Paris studierte sie sowohl Malerei als auch Fotografie und änderte zu dieser Zeit ihren kroatischen Geburtsnamen in das leichter aussprechbare Dora Maar.

Die Verlobung in Bad Ischl

Die Verlobung in Bad Ischl

Erzherzogin Sophie war, wie wir bereits in Teil 1 und 2 gesehen haben, ein wahres Mastermind, was die Außendarstellung ihres Sohnes anbelangte. So ist es auch wenig verwunderlich, dass sie ebenso das Privatleben ihres Sohnes steuerte, und ihm die ihrer Meinung nach geeignete Braut zuführte. Aber war es wirklich Sisi, die mit Franz Joseph den Bund der Ehe eingehen sollte?

Emilie Mayer – der weibliche Beethoven

Emilie Mayer – der weibliche Beethoven

Momentan hört man ein bisschen mehr über und von Emilie Mayer, so wie man im Allgemeinen mehr hört von und über Frauen in der Musik. Das ist den Bemühungen vieler Einzelner zu verdanken und begann vor nunmehr schon einigen Jahren mit der ›Wiederentdeckung‹ Mel Bonis‘ durch die Frauenbewegung. Trotz alledem ist der Name Emilie Mayer einem Großteil des kulturell interessierten Publikums nach wie vor unbekannt. Wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, welch großes Interesse ihr Werk zu ihren Lebzeiten weckte.

4. Die Sängerin – Teil 1

4. Die Sängerin – Teil 1

Dass Anna Magdalena Bach nach ihrer Eheschließung und dem Umzug nach Leipzig 1723 ihre Karriere als Sängerin beenden musste, ist eine weit verbreitete These. Doch hält sie einer genaueren Untersuchung stand? Das soll hier geprüft werden.

Josefa Lang

Josefa Lang

Josefa Lang wurde 1815 in München geboren. Ihre Eltern, die Kammersängerin Regina Hitzelberger und der Violinist des Münchener Hoforchesters Theobald Lang, bemerkten bald, dass ihr zweitgeborenes Töchterchen musikalisch den Weg eines Wunderkindes einschlug. Auf dem Schoß der Mutter erkundete die Kleine begeistert die Klaviertastatur und konnte schon dreijährig »rein und tactfest[1]« kleine Stücke vortragen.

Paul Hindemith

Paul Hindemith

Paul Hindemith und die Sonate für Flöte und Klavier. Hindemith wurde 1895 in Hanau geboren. Das sagt schon viel aus über die Rahmenbedingungen seines Lebens.

Telemann

Telemann

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) war wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel ein deutscher Komponist des Barock. Und obwohl er wie kaum ein anderer im letzten Drittel seines Lebens internationalen Ruhm genoss, von seinem Schaffen sehr gut leben konnte und der Musikwelt wegweisende neue Impulse gab, steht er heute im Schatten seiner beiden oben genannten Kollegen. Wie schade!

Telemanns Fantasien für Flöte solo

Telemanns Fantasien für Flöte solo

Teil 1: Jede Flötistin und jeder Flötist kennt sie, denn Telemanns Fantasien für Flöte solo sind etwas ganz Besonderes. Warum? Ganz einfach – Werke für Flöte ohne Begleitung waren im mittleren Drittel des 18. Jahrhunderts rar. Lediglich Johann Sebastian Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach haben um 1720 und 1747 zwei unserer Schmuckstücke für Soloflöte komponiert. Irgendwann in den Jahren dazwischen entstanden Telemanns Fantasien.

Friedrich Hollaender

Friedrich Hollaender

Am 18. Januar 1976 vor 48 Jahren, starb der große Komponist, dessen Lieder uns heute noch in den Ohren klingen. Allen voran der Song der feschen Lola, die »von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt« ist und Marlene Dietrich den Grundstein für ihre Weltkarriere sichert. Der kleine Mann, 1896 in London geboren, aber zum echten Berliner herangewachsen, ist ein Hans Dampf in allen Gassen, was Komposition, Musizieren (Klavier) und Texten betrifft. Ein begabtes Multit

Ein »Prosit« auf die Fledermaus

Ein »Prosit« auf die Fledermaus

Wenn man die Stadt Wien besucht, sollte man die Operette ganz oben auf die To-do-Liste setzen. Da ich in Wien lebe, kann ich die Operette an jeder Ecke finden, was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Eine bestimmte Operette steht so für das Wienerische, dass für sie fast jedes Jahr seit 1900 zu Silvester ein Platz in der Wiener Staatsoper reserviert ist. Der Komponist? Niemand Geringerer als der berühmte Walzerkönig Johann Strauss (Sohn). Natürlich spreche ich von seiner Operette Die Fledermaus.

Clara Faisst – mit einem Flügel kann man nicht fliegen

Clara Faisst – mit einem Flügel kann man nicht fliegen

Eine wirklich großartige Entdeckung ist für mich die Sonate op. 14 von Clara Faisst. Obwohl ursprünglich für Violine und Klavier komponiert, lässt sich das großangelegte Werk auch mit der Flöte ohne einschneidende Veränderungen spielen, da die Violinstimme nur mit wenigen Doppelgriffen ausgestattet ist. Die verblüffende Fülle an Melodien, die abwechslungsreiche Harmonik und die äußerst einfallsreiche Gestaltung lässt sich auf der Flöte sehr gut realisieren.

Frau Daniel Hubbard (Mary Greene)

Frau Daniel Hubbard (Mary Greene)

John Singleton Copley war einer der führenden amerikanischen Porträtisten des 18. Jahrhunderts und hier zeigt er uns Mary Greene, die Frau von Daniel Hubbard, einem Vertreter der Bostoner Kaufmannsschicht. Wir müssen daran denken, dass sich in dieser Zeit die nordamerikanische Kolonialgesellschaft im Umbruch befand, denn die Spannungen zwischen den Kolonisten und der britischen Krone nahmen ständig zu …

„Das Lied der Lerche“ von Jules Adolphe Breton: Eine Ode an das Landleben

„Das Lied der Lerche“ von Jules Adolphe Breton: Eine Ode an das Landleben

Jules Adolphe Breton, ein französischer Künstler des 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine Darstellungen des ländlichen Lebens in der Region Pas-de-Calais. Eines seiner berühmtesten Werke, „Das Lied der Lerche“, gibt er uns ein Gefühl für die innige Beziehung der dort lebenden Menschen zur Natur und die zeitlose Schönheit des einfachen Lebens.

Das Schlafzimmer in Arles

Das Schlafzimmer in Arles

»Das Schlafzimmer in Arles« (oder »Vincents Schlafzimmer«) ist der Titel von drei Ölgemälden und zwei Zeichnungen des niederländischen Malers Vincent van Gogh. Die ersten Skizzen stammen aus dem Jahr 1888, als der Künstler sein erstes eigenes Heim bezog, das sogenannte »Gelbe Haus«.

Selbstbildnis mit grauem Filzhut

Selbstbildnis mit grauem Filzhut

Vincent van Gogh war eines jener Genies, denen das Talent nicht in die Wiege gelegt wurde. Ganz im Gegenteil war es eine lange Zeit des Tastens und Suchens die den schon erwachsenen Mann dazu nötigte, immer wieder neue Wege des Ausdrucks zu suchen.

Die Rennen von Longchamp

Die Rennen von Longchamp

Eines der berühmtesten Werke des französischen Impressionisten Édouard Manet ist das Gemälde “Die Rennen von Longchamp”. Es zeigt eine Szene auf der Pferderennbahn von Longchamp im Bois de Boulogne, am westlichen Stadtrand von Paris. Hier fanden ab 1857 Pferderennen statt, die gut besucht waren und allgemein den Aufschwung des französischen Pferderennsports ankündigten.

Anton Mauve

Anton Mauve

Der niederländische Maler Anton Mauve (1838 – 1888) war Mitglied der Haager Schule, die für ihre realistischen Darstellungen des Alltagslebens bekannt waren. Mauve hatte eine Vorliebe für schlichte Motive und war besonders für seine Landschaften und seine Gemälde von Kühen und Schafen bekannt.

Badestelle bei Asnières

Badestelle bei Asnières

Der Kunstkritiker Félix Fénéon prägte den Begriff »Neo-Impressionismus« für einen Malstil, der sich nach Meinung seiner wichtigsten Vertreter scheinbar ganz natürlich aus dem Impressionismus entwickelte. Beiden Kunststilen gemeinsam war ein Interesse an der Darstellung des natürlichen Lichtes und eine Farbpalette, die mit leuchtenden, scheinbar das ganze Spektrum umfassenden Möglichkeiten, protzte.

Die Liebe zum Winter

Die Liebe zum Winter

George Bellows war der große Chronist New Yorks des frühen 20. Jahrhunderts. Denn neben seinen bekannten Darstellungen von Boxkämpfen und Tennis- oder Baseballspielen waren es vor allem Szenen aus dem Großstadtleben dieser Stadt, die er liebevoll gestaltete und die den Großteil seines Oeuvres ausmachten. Dabei strahlen seine Bilder aus den Straßen und Kneipen, die er mit Arbeitern und einfachen Menschen füllte, eine für sein Werk typische Unruhe aus, die durch seine markante Pinselführung noch verstärkt wurde.

Berittene Trompeter der kaiserlichen Garde von Napoleon

Berittene Trompeter der kaiserlichen Garde von Napoleon

Théodore Géricault war ein französischer Maler, Bildhauer, Zeichner und Lithograf des frühen 19. Jahrhunderts und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der französischen Romantik. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Gemälde »Mounted Trumpeters of Napoleon’s Imperial Guard«, in dem er zwei seiner Lieblingsthemen festhalten konnte – das Pferd und den Glanz des Militärs.

Flötenmusik

Flötenmusik

Eine Zeitreise – die Entwicklung des musikalischen Repertoires am Beispiel der Flöte Wie ist das eigentlich mit unserer Literatur? Es hat ja jede Zeit ihre Instrumente, jedes Instrument seine Möglichkeiten. Andererseits entsteht Musik ja nicht immer für ein bestimmtes Instrument, sondern wird manchmal einfach als Melodie oder Harmonie in den Köpfen der Komponisten geboren. Oder?

Julie Manet

Julie Manet

Ein Kind des Impressionismus war sie, die Malerei ihrer Wiege nie fern. Liest man Julie Manets Tagebücher, so wird schnell klar, dass ihre Kindheit und frühe Jugend von Farbe, Malerei, Lyrik, guten Freundschaften und aufmerksamen Eltern geprägt waren.

Bronislava Nijinska

Bronislava Nijinska

Bronislava Nijinska wurde – wie auch ihr berühmter Bruder Vaclav – in Minsk während einer Tournee der Eltern geboren und in Warschau getauft. Beide Elternteile waren selbst Tänzer polnischer Herkunft und traten in Provinztheatern des Russischen Reiches auf.

Glas Wasser zum Kaffee

Glas Wasser zum Kaffee

Was ranken sich nicht für Geschichten um das Glas Wasser zum Kaffee! Am weitesten verbreitet ist sicher die Annahme, dass es dazu dienen soll, den durch den Kaffee entstandenen Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Was ja nicht ganz falsch ist, denn Wasser mildert wirklich die harntreibende Wirkung des Koffeins etwas ab.

Die Instrumentenbauer-Familie Lot

Die Instrumentenbauer-Familie Lot

Die Instrumentenbauer-Familie Lot – französischer Flötenbau auf höchstem Niveau und mit einer langen Tradition. Bis heute sprechen Flötisten bei bestimmten Flöten vom „french model“, also dem „französischen System“. Woher kommt das eigentlich?

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Johann Sebastian Bachs Sonaten für Flöte

Johann Sebastian Bachs Sonaten für Flöte

Bachs Sonaten für Flöte sind sehr unterschiedlich; spieltechnisch liegen sie zwischen »geht auch für Schüler« und »jedes Mal wieder eine Herausforderung«. Manche von ihnen spiele ich dementsprechend seit meiner frühen Zeit als Flötenschülerin und manch andere befindet sich erst seit einigen Jahren in meinem Repertoire …

Anna Bon di Venezia

Anna Bon di Venezia

Wirklich Erstaunliches geschieht, versucht man mehr über Anna Bon zu erfahren.Wie eine Fata Morgana taucht sie in den 1750er-Jahren am Horizont der Musikgeschichte auf, um Mitte der 1760er-Jahre wieder zu verschwinden. Während dieser eher kurzen Zeit muss sie eine eindrucksvolle Karriere gemacht haben.

Mechtilde Lichnowsky

Mechtilde Lichnowsky

Mechtilde Lichnowsky. In diesem Sommer habe ich eine Schriftstellerin wiederentdeckt und tauche tief hinein in ihre Welt. Denn der Zsolnay Verlag in Wien hat dankenswerterweise vor wenigen Monaten eine wunderschöne, vierbändige Werkausgabe herausgebracht und versammelt darin einige der wichtigsten Stücke von Mechtilde Lichnowsky, deren Bücher zuletzt kaum mehr greifbar waren, allenfalls noch antiquarisch.

Zwei Schwestern

Zwei Schwestern

Im Leben eines Künstlers haben Umbruchszeiten immer eine besondere Bedeutung. Meist kündigen sie sich schon lange vorher an und gehen einher mit Krankheit, Depression und Vernichtungsängsten und oft entladen sie sich mit einem Knall in einer überstürzten Flucht aus dem gewohnten Umfeld.

Der Tod des Marat

Der Tod des Marat

„Bürger, das Volk fordert seinen Freund zurück…es rief nach meiner Kunst…: David! Nimm deinen Pinsel, rief es, räche unseren Freund, räche Marat!“ Am 14. November 1793 spricht Jacques-Louis David diese Worte als Abgeordneter im französischen Nationalkonvent – und als der Maler des Gemäldes, das seinen ermordeten Freund zeigt: Jean Paul Marat, Arzt, Physiker und während der französischen Revolution zum Journalisten geworden.

Olivier Messiaen

Olivier Messiaen

Olivier Messiaen – eine Amsel für den Flötisten. So oft wie an Messiaen denke ich im täglichen Leben vermutlich an keinen anderen Komponisten – zumindest nicht in dieser schon Jahre andauernden Regelmäßigkeit. Sein Stück „Le merle noir“ (Schwarze Amsel) habe ich quasi im Kopf, sobald ich den Fuß ins Freie setze. Wir leben auf dem Land und meist höre ich schon nach wenigen Sekunden den ersten Vogel singen. Oft ist es eine Amsel. Ich antworte ihr mit den Tönen Messiaens.

Das Boudoir

Das Boudoir

Marie Antoinettes maulendes Boudoir. Bei dem Begriff „Boudoir“ sind der Phantasie üblicherweise keinerlei Grenzen gesetzt. Doch keine Angst! Hier geht es nicht um die Ausführungen des Marquis de Sade, der darin ein lasterhaftes Separee der Damenwelt sah mit der Empfehlung zu sado-masochistischen Praktiken.

Jolivets Incantations für Flöte solo

Jolivets Incantations für Flöte solo

André Jolivet und sein bekanntestes Werk für die Flöte – die 5 Incantations für Flöte Solo. Lesen Sie hier eine Einführung in das Werk. Der Komponist André Jolivet (1905-1974) ist nicht einfach zu fassen, seine Musik entzieht sich jeglicher Einordnung. Obwohl er über 200 Werke für alle Gattungen schrieb und dabei ständig auf der Suche nach neuen Wegen war, scheint dennoch ein großes Thema sein Werk zu beherrschen: Humanismus in einer vielfältigen Welt.

Ukulele

Ukulele

Wie meinen Sie? Die Ukulele hat in der europäischen Kulturgeschichte nichts verloren, die ist doch typisch hawaiianisch, meinen Sie? Nun, nicht ganz. Denn ihren Ursprung hat sie am westlichen Rande Europas, genauer in Portugal. Hier wurde sie erfunden und von hier startete sie ihren mittlerweile sehr erfolgreichen Siegeszug rund um den Erdball. Und das verwundert kein bisschen, wenn man sich etwas näher mit diesem Instrument auseinandersetzt.

Paula Modersohn-Becker

Paula Modersohn-Becker

Seit vielen Jahren schon fasziniert mich die Malerei Paula Modersohn-Beckers. Die anrührenden Figuren, die erdigen Farben, der direkte Blick, der einen aus vielen Bildern heraus fixiert und die beinahe überall anzutreffende Verbindung zur Natur.

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Joseph Mallord William Turner

Joseph Mallord William Turner

Joseph Mallord William Turner war ein englischer Maler, der der Romantik zugeordnet wird. Zugleich war er aber auch ein Neuerer auf mehreren Gebieten. Er malte seine Objekte, wie sie sind und wie er sie sah. Das „Sehen mit dem Pinsel“ ist ein natürlicher Prozess der künstlerischen Entwicklung. Das folgende Bild ist ein deutliches Beispiel.

Maria Theresia – böhmischen Königin

Maria Theresia – böhmischen Königin

Am 12. Mai 1743 wird Maria Theresia, mitten im Österreichischen Erbfolgekrieg, zur böhmischen Königin gekrönt. Ihr Verhältnis zu Böhmen war allerdings immer ein kompliziertes, da die Böhmen Karl Albrecht von Bayern unterstützt hatten.

Constanze Nissen, verwitwete Mozart

Constanze Nissen, verwitwete Mozart

Constanze (1762–1842), die Ehefrau Wolfgang Amadeus Mozarts, fristet in den meisten unserer Köpfe ihr Leben nur an der Seite ihres berühmten Ehemannes. Jedoch war sie bei dessen Tod im Jahre 1791 noch keine 30 Jahre alt und sollte noch über 50 Jahre leben. Wie ging es für sie weiter nach Wolfgangs Tod?

Emy Roeder

Emy Roeder

Emy Roeder wurde 1890 in Würzburg geboren. Früh beginnt sie Interesse an der Bildhauerei zu zeigen und wird 22jährig Schülerin von Bernhard Hoetger, mit dem sie an den Reliefs des Platanenhains der Darmstädter Mathildenhöhe arbeitet. Ab 1914 lebt sie in Berlin, heiratet den Kollegen Herbert Garbe und wird Mitglied der avantgardistischen »Novembergruppe«.

Michael Ende

Michael Ende

Am 1. September 1995 erklingt der „Reigen seliger Geister“ auf Münchens Waldfriedhof: In Glucks Oper „Orpheus und Euridike“ sind es wundersame Wesen, die frei und leicht den eintretenden Orpheus in ihrer Welt begrüßen. Es war der Wunsch von Michael Ende, dass dies das letzte Musikstück der Trauerfeier sein sollte. Dem musikalisch begabten Orpheus, so will es die Sage, gelingt es, die eigentlich unüberwindbare Grenze zwischen Leben und Tod zu überwinden, um seine Geliebte zurückzugewinnen.

Barockmusik – auch in Frankreich

Barockmusik – auch in Frankreich

Barockmusik – auch in Frankreich. Die damals – also Mitte des 17. Jahrhunderts – in unserem Nachbarland Frankreich moderne Traversflöte hatten einen volleren Klang als ihre Renaissance-Vorgänger. Und schnell erkannten die einheimischen Komponisten der Zeit hierin neue Möglichkeiten. Marin Marais und Jean-Baptiste Lully waren die Ersten.

Kater Murr

Kater Murr

Eines Tages erzählte er voll Begeisterung von einem Buch, das die Welt aus der Sicht eines Katers schilderte. Und davon, wie sehr es ihn beeindruckt hatte und wie lustig es im Grunde war.

Dora Maar

Dora Maar

Dora Maar kam 1936 als Henriette Theodora Markovitch in Tours zur Welt, wuchs in einem intellektuell-gebildeten Umfeld auf und lernte durch die Arbeit ihres Vaters früh mehrere Fremdsprachen. In Paris studierte sie sowohl Malerei als auch Fotografie und änderte zu dieser Zeit ihren kroatischen Geburtsnamen in das leichter aussprechbare Dora Maar.

Die Verlobung in Bad Ischl

Die Verlobung in Bad Ischl

Erzherzogin Sophie war, wie wir bereits in Teil 1 und 2 gesehen haben, ein wahres Mastermind, was die Außendarstellung ihres Sohnes anbelangte. So ist es auch wenig verwunderlich, dass sie ebenso das Privatleben ihres Sohnes steuerte, und ihm die ihrer Meinung nach geeignete Braut zuführte. Aber war es wirklich Sisi, die mit Franz Joseph den Bund der Ehe eingehen sollte?

Emilie Mayer – der weibliche Beethoven

Emilie Mayer – der weibliche Beethoven

Momentan hört man ein bisschen mehr über und von Emilie Mayer, so wie man im Allgemeinen mehr hört von und über Frauen in der Musik. Das ist den Bemühungen vieler Einzelner zu verdanken und begann vor nunmehr schon einigen Jahren mit der ›Wiederentdeckung‹ Mel Bonis‘ durch die Frauenbewegung. Trotz alledem ist der Name Emilie Mayer einem Großteil des kulturell interessierten Publikums nach wie vor unbekannt. Wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, welch großes Interesse ihr Werk zu ihren Lebzeiten weckte.

4. Die Sängerin – Teil 1

4. Die Sängerin – Teil 1

Dass Anna Magdalena Bach nach ihrer Eheschließung und dem Umzug nach Leipzig 1723 ihre Karriere als Sängerin beenden musste, ist eine weit verbreitete These. Doch hält sie einer genaueren Untersuchung stand? Das soll hier geprüft werden.

Josefa Lang

Josefa Lang

Josefa Lang wurde 1815 in München geboren. Ihre Eltern, die Kammersängerin Regina Hitzelberger und der Violinist des Münchener Hoforchesters Theobald Lang, bemerkten bald, dass ihr zweitgeborenes Töchterchen musikalisch den Weg eines Wunderkindes einschlug. Auf dem Schoß der Mutter erkundete die Kleine begeistert die Klaviertastatur und konnte schon dreijährig »rein und tactfest[1]« kleine Stücke vortragen.

Paul Hindemith

Paul Hindemith

Paul Hindemith und die Sonate für Flöte und Klavier. Hindemith wurde 1895 in Hanau geboren. Das sagt schon viel aus über die Rahmenbedingungen seines Lebens.

Telemann

Telemann

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) war wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel ein deutscher Komponist des Barock. Und obwohl er wie kaum ein anderer im letzten Drittel seines Lebens internationalen Ruhm genoss, von seinem Schaffen sehr gut leben konnte und der Musikwelt wegweisende neue Impulse gab, steht er heute im Schatten seiner beiden oben genannten Kollegen. Wie schade!

Telemanns Fantasien für Flöte solo

Telemanns Fantasien für Flöte solo

Teil 1: Jede Flötistin und jeder Flötist kennt sie, denn Telemanns Fantasien für Flöte solo sind etwas ganz Besonderes. Warum? Ganz einfach – Werke für Flöte ohne Begleitung waren im mittleren Drittel des 18. Jahrhunderts rar. Lediglich Johann Sebastian Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach haben um 1720 und 1747 zwei unserer Schmuckstücke für Soloflöte komponiert. Irgendwann in den Jahren dazwischen entstanden Telemanns Fantasien.

Friedrich Hollaender

Friedrich Hollaender

Am 18. Januar 1976 vor 48 Jahren, starb der große Komponist, dessen Lieder uns heute noch in den Ohren klingen. Allen voran der Song der feschen Lola, die »von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt« ist und Marlene Dietrich den Grundstein für ihre Weltkarriere sichert. Der kleine Mann, 1896 in London geboren, aber zum echten Berliner herangewachsen, ist ein Hans Dampf in allen Gassen, was Komposition, Musizieren (Klavier) und Texten betrifft. Ein begabtes Multit

Ein »Prosit« auf die Fledermaus

Ein »Prosit« auf die Fledermaus

Wenn man die Stadt Wien besucht, sollte man die Operette ganz oben auf die To-do-Liste setzen. Da ich in Wien lebe, kann ich die Operette an jeder Ecke finden, was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Eine bestimmte Operette steht so für das Wienerische, dass für sie fast jedes Jahr seit 1900 zu Silvester ein Platz in der Wiener Staatsoper reserviert ist. Der Komponist? Niemand Geringerer als der berühmte Walzerkönig Johann Strauss (Sohn). Natürlich spreche ich von seiner Operette Die Fledermaus.

Clara Faisst – mit einem Flügel kann man nicht fliegen

Clara Faisst – mit einem Flügel kann man nicht fliegen

Eine wirklich großartige Entdeckung ist für mich die Sonate op. 14 von Clara Faisst. Obwohl ursprünglich für Violine und Klavier komponiert, lässt sich das großangelegte Werk auch mit der Flöte ohne einschneidende Veränderungen spielen, da die Violinstimme nur mit wenigen Doppelgriffen ausgestattet ist. Die verblüffende Fülle an Melodien, die abwechslungsreiche Harmonik und die äußerst einfallsreiche Gestaltung lässt sich auf der Flöte sehr gut realisieren.

Frau Daniel Hubbard (Mary Greene)

Frau Daniel Hubbard (Mary Greene)

John Singleton Copley war einer der führenden amerikanischen Porträtisten des 18. Jahrhunderts und hier zeigt er uns Mary Greene, die Frau von Daniel Hubbard, einem Vertreter der Bostoner Kaufmannsschicht. Wir müssen daran denken, dass sich in dieser Zeit die nordamerikanische Kolonialgesellschaft im Umbruch befand, denn die Spannungen zwischen den Kolonisten und der britischen Krone nahmen ständig zu …

„Das Lied der Lerche“ von Jules Adolphe Breton: Eine Ode an das Landleben

„Das Lied der Lerche“ von Jules Adolphe Breton: Eine Ode an das Landleben

Jules Adolphe Breton, ein französischer Künstler des 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine Darstellungen des ländlichen Lebens in der Region Pas-de-Calais. Eines seiner berühmtesten Werke, „Das Lied der Lerche“, gibt er uns ein Gefühl für die innige Beziehung der dort lebenden Menschen zur Natur und die zeitlose Schönheit des einfachen Lebens.

Lernen Sie unsere Schwerpunkte kennen

Unsere Autorinnen und Autoren bemühen sich, wichtige Kapitel der Kulturgeschichte möglichst umfassend zu behandeln. Stöbern Sie deshalb durch unsere Schwerpunkt-Kategorien, von der Geschichte Österreichs über die Entwicklung der Flöte bis hin zu den Beiträgen unserer StadtschreiberInnen, die einzelne Städte erklären und zeigen.

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