Die lange Reise zum Mont Saint Michel

 

von Anja Weinberger

Vermutlich kennt das jeder. Es gibt Dinge oder Situationen oder einfach nur Gedanken, die uns häufiger durch den Kopf gehen als andere. Das muss nicht unbedingt vordergründig sein. In meinem Fall ist das eher so ein Gefühl oder ein ganz kurzer Schnappschuss, der mir plötzlich vor Augen steht. Meist passiert das bei Tätigkeiten, die ich häufig tue und die einen kontemplativen Charakter haben – das ist eine besonders schöne Beschreibung für langweilige Beschäftigungen im Haushalt, wozu eindeutig Fensterputzen, Rasenmähen oder Bügeln gehört.

Und es gibt parallel dazu Orte auf der Welt, die ich schon öfter besucht habe, sei es im Traum oder in der Realität, und für die ich mir besonders häufig bei den oben beschriebenen Alltagshandlungen die Frage stelle, wie es gerade jetzt dort wohl ist oder aber, wie es gar wäre, dort zu leben.

Es hat mir schon immer gut gefallen, einen Ort, eine Stadt oder eine Region mehrmals zu besuchen und dadurch besser kennenlernen zu können. Dort gibt es dann ein Lieblingskaffee und einen Zeitschriftenhändler, der dich schon von weitem begrüßt. Auf dem Markt weiß man, wo es das beste Brot und den köstlichsten Käse gibt. Man wohnt immer im selben B&B und ist unheimlich traurig, wenn dieses plötzlich nicht mehr existiert.

Uns ergeht es gerade so mit Chartres, dem Örtchen nicht besonders weit entfernt von Paris, mit der wunderbaren Kathedrale und eben einer solchen traumhaften Unterkunft. Traumhaft deshalb, weil sie nur wenige Schritte von besagter Kathedrale entfernt liegt, weil die Ruhe im gepflegtem Garten himmlisch ist, weil das leckere, zum Großteil selbstgebackene Frühstück auf einem riesigen Tablett vor die Türe gestellt wird, weil das Gebäude liebevoll und klug restauriert wurde, weil „Sons et Lumière“ nirgends schöner ist als hier und man quasi aus dem eigenen Fenster dabei sein kann, weil, weil, weil… Also, ich könnte noch lange so weiter machen. Leider müssen wir uns nun nach einer neuen Unterkunft umsehen, denn unser Lieblings-Gastgeber-Ehepaar ist mit Sack und Pack und Kindern und Hund nach London gezogen.

Auf eine ganz andere Art ergeht es mir so aber auch mit dem Mont Saint Michel. Warum anders? Naja, ich war nur einmal dort. Wenn man es genau nimmt, dann sind es zwei Male.

Und das zweite Mal war eigentlich das erste Mal. Ich war 15, zum Schüleraustausch in Paris bei einer sehr netten Familie, die mit mir am Wochenende an die Küste gefahren ist. Ich hatte damals jedoch so große Sehnsucht nach Zuhause, dass ich dieses Erlebnis bei weitem nicht genug würdigen konnte. Also sagen wir eineinhalb Male war ich da.

Aber dieser geheimnisvolle Berg spukt oft in meinem Kopf herum. Ich versuche mir – beim Bügeln – vorzustellen, wie es dort aussah, als der Bau begann. Ich fliege im Traum darüber – beim Schlafen, nicht beim Rasenmähen -, vermutlich neuerdings animiert von diesen vielen Drohnenaufnahmen, die im worldwide web kursieren. Ich frage mich – beim Staubsaugen -, wie es wohl ist, dort zu leben, mit all den durchgeknallten Touristen und in diesen uralten Mauern.

Mont Saint Michel, © Anja Weinberger

Beim ersten Besuch in den frühen 80ern war es noch gar nicht schwer eine Unterkunft zu finden. Meine netten, spendablen Gasteltern reservierten einfach per Telefon einen Tag vor unserer Anreise zwei Zimmer im Gasthof „La Mére Poulard“ mitten auf der Insel. Wir starteten am Nachmittag im Pariser Vorort Villeneuve und kamen einige Stunden später bei beginnender Dunkelheit an. Damals gab es noch den Autodamm, über den man einfach bis an die Mauern der Insel fahren konnte. Man erreichte dort einen großen Parkplatz, auf dem das Auto abgestellt wurde. Der sah damals nicht anders aus, als jeder beliebige Parkplatz vor einer beliebigen Stadt. Keine Parkgebühr, keine eingezeichneten Parkbuchten, nur recht viel angespülter Sand. Denn bei hoher Flut konnte der Parkplatz schon einmal unter Wasser stehen.

Damit ist ein Grundproblem angerissen, das der Mont Saint Michel seit vielen, vielen Jahren hat. Die Touristenströme und der damit einhergehende Eingriff der Menschen in dieses Insel-Wunder haben dazu geführt, dass sich die Insel verändert. Durch den Autodamm und den Parkplatz wurde sie zur Halbinsel; und durch die nun vorhandenen Barrieren wird immer mehr Sand angespült, der einfach liegen bleibt. Nur noch sehr selten und bei besonders hoher Flut ist der Mont eine wirkliche Insel mit Wasser in allen vier Himmelsrichtungen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser Autodamm erbaut und nun, über 100 Jahre später, versuchen Denkmalpfleger und Naturschützer den Schaden zu minimieren. Der Damm wird zurückgebaut, Parkplätze ins Landesinnere verlegt, und ein raffiniertes Stau – und Spülsystem soll den überflüssigen angeschwemmten Sand im Laufe der Jahre wieder abtransportieren.

Wir Touristen der Achtziger schnappten uns unsere Taschen und marschierten die paar hundert Meter bis zum Hotel. Es war schon faszinierend, das drang auch bis zu meinem schweren Herzen durch: die schmalen Gassen, die alte, flackernde Beleuchtung über uns, die enge Treppe in der Auberge, das Knarzen der Stufen und Türen. Aber: alles andere konnte mich nur am Rande fesseln, denn ich hatte Heimweh. Kaum zu glauben, oder! Ein kleines bisschen möchte ich diese Dummheit noch erklären, denn sonst könnte das ja keiner verstehen. Kurz vor der Abreise nach Paris hatte ich mich zum ersten Mal Hals über Kopf verliebt. Da konnte ich diese einmalige Gelegenheit, auf dem Mont Saint Michel zu übernachten nicht richtig auskosten. So war das eben. Kann es jemand nicht nachvollziehen? Ja, ich zum Beispiel, in der Rückschau; aber das junge Mädchen von damals interessiert das gar nicht.

Aus dieser Zeit habe ich noch einen winzigen Reiseführer, die ISBN-Nummer hat nur zehn Ziffern und die Übersetzung aus dem Französischen ins Deutsche ist manchmal lustig. Den hatte mir der genauso verliebte junge Mann damals kurz vor meiner Abreise geschenkt. An den Rändern sind lauter Herzchen, überall steht was Nettes. Heute muss ich sagen: darin zu finden ist alles, was man wissen muss, in ordentlichstem Times New Roman. Mich interessierte jedoch nur das Handgeschriebene.

Und so entging mir – leider – jede Menge Informatives.

Das habe ich dann im Laufe der Zeit aufholen können.

Denn auf der Fahrt von Deutschland zu unsere Lieblingdestination „Bretonische Atlantikküste“ sind wir einige Male in Sichtweite des Mont Saint Michel vorbeigefahren. Toll ist das, wie der Kegel plötzlich auftaucht. Und ruckzuck ist man auch schon vorbei. Immer holte ich dann wieder meine unterdessen zahlreichen Reiseführer heraus und fügte dem Puzzle ein neues Stück Wissen hinzu.

Mein primäres Interesse galt dem schönen Kreuzgang, denn eine Zeit lang habe ich mich sehr intensiv mit Kreuzgängen in aller Welt beschäftigt. Das besondere hier auf dem Mont Saint Michel ist, dass dieses kleine Stückchen Land nicht genug Platz bot für all die Gebäude, die zu einer ordentlichen Klosteranlage gehören. Also musste man in die Höhe und genau genommen dort dann auch in die Breite bauen.

Mont Saint Michel, © antonin77

Und so befindet sich der Kreuzgang in unserem speziellen Falle auf einem zweigeschossigen Unterbau, in dem sich ganz unten eine Krypta, darüber der Rittersaal und ganz oben dieser zum Himmel geöffnete hängende Garten befindet. Ja, ein hängender Garten! Natürlich stimmt das nicht wirklich, denn der Kreuzgang sitzt fest und sicher auf dem darunterliegenden Saal.

Und doch empfand ich das so, schon beim Lesen der vielen Reiseführer, die natürlich alle mehrere Seiten aufweisen, um das Reiseziel Nummer eins in der Normandie zu beschreiben und zu bewerben.

Der Kreuzgang lässt sich erreichen durch eine Tür links am Ende des romanischen Langhauses der Klosterkirche, kurz bevor der nördlichen Arm des Querschiffes abzweigt. Man findet sich nun in der Mitte der südlichen Längsseite des Kreuzganges wieder und kann in aller Ruhe einmal außenherum flanieren. Schnell wird dabei klar, dass diese Lage einmalig ist. Im Westen sind drei unvermauerte Arkadenbögen Richtung Meer geöffnet und man bemerkt, wie hoch oben man sich befindet. An dieser Stelle sollte ursprünglich ein weiterer Klosterteil angebaut werden und die mittlere der drei Arkaden wäre dann zum Durchgang in den Kapitelsaal geworden. So erstaunlich einfallsreich und durchdacht der Klosterbau auf dem Mont Saint Michel ist, so fehlt ihm doch dieser für das Alltagsleben des Klosters sehr wichtige Saal. Vermutlich sind die Mönche auf andere Räume ausgewichen, um wichtige Verwaltungsangelegenheiten und Ähnliches zu besprechen, immer in der Annahme, dass der nächste Bauabschnitt folgen wird.

Dazu ist es jedoch nie gekommen und so dürfen wir Heutigen den überwältigenden Ausblick durch die offene Arkade über das Watt genießen. Nicht ohne Grund heißt dieser ganze nördliche, gotische, also in der Baugeschichte späte Teil des Klosterkomplexes „La Merveille“, also „Das Wunder“. Er wurde schließlich auf purem Fels über viele, viele Meter senkrecht in die Höhe gebaut.

Nachdem der Bergkegel nun schon einige Male im Vorüberfahren gelockt hatte, wollten wir ihm nun doch gerne in natura einen Besuch abstatten. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel. Natürlich stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, unsere Wunschvorstellung in die Realität umzusetzen. Wir wollten nahe an den Berg heran, mit Aussicht am besten, aber Touristenströme vor der Nase, das wollten wir nicht. Wir mögen bequeme Betten und saubere Badezimmer, aber diese großen Hotelketten, in denen das mit großer Sicherheit gewährleistet wäre, gefallen uns gar nicht. Einerseits hätten wir gerne einen Parkplatz direkt vor dem Hotel, denn das Auto ist vollgepackt mit Fahrrädern, Kameras, astronomischen Fernrohr und anderem Kram, weshalb wir es gerne im Blick hätten, damit wir es für nur zwei Nächte nicht völlig ausräumen müssen; andererseits wären wir gerne nah dran am geheimnisvollen Berg, und das geht heutzutage nur ohne Auto, denn die Parkplätze für den touristischen Bedarf sind ins Landesinnere gerutscht. Einerseits wären wir gerne bereit, ein paar Euro mehr auszugeben, andererseits fühlen wir uns unter der Klientel in den entsprechenden Hotels immer ausgesprochen unwohl.

Für meinen Mann das Allerwichtigste: unbedingt bei Flut, am besten bei Springflut da sein. Also haben wir nicht wie sonst immer seine möglichen Urlaubstage mit den Schulferien, die ich wegen meiner Schüler einhalten muss, verglichen. Nein, wir haben die einschlägigen Gezeiten-Portale studiert, danach drei besonders günstige Tage ausgewählt, den Wettergott um blauen Himmel in diesen 72 Stunden gebeten und dann den restlichen Urlaub um diese Zeitspanne herum geplant. Es hat super funktioniert!

Der Mont Saint Michel liegt an der Grenze zwischen Normandie und Bretagne. Oft wurde schon gestritten, wer das Glück hat, ihn sein eigen nennen zu dürfen. Nun hat der Fluss Cuesnon durch eine Verlagerung seines Bettes entschieden. Das Heiligtum des Erzengels Michael liegt also im äußersten westlichen Zipfel der Normandie, 10 Schritte weiter auf der anderen Seite des Flusses Cuesnon und wir befinden uns schon im östlichsten Teil der Bretagne.

Unsere Anreise war schön. Wir verbrachten zwei Tage in Trier, zwei in Senlis und zwei in Bayeux. Nun fuhren wir zum ersten Mal nicht weiter Richtung Westen, um an den Atlantik zu kommen, sondern verließen die Schnellstraße bei Avranches. Von dort aus sind es nur noch ein paar Kilometer.

Mont Saint Michel, © pretoriana18

Unsere Hotelentscheidung hatte uns bis zum Schluss nicht so recht behagt, zu groß, teuer, ziemlich unfreundliche oder zumindest  desinteressierte Telefongespräche im Vorfeld. Aber andererseits ein Balkon mit direktem Blick auf den Mont Saint Michel und ein Parkplatz, der überwacht wird. Nun hat sich herausgestellt, dass unsere Wahl wirklich eine gute war. Zwar zeigte sich das Personal nicht von seiner allerherzlichsten Seite, aber das Zimmer war überwältigend. Vom Balkon, vom kleinen Tischchen im Inneren des sehr gepflegten Zimmers, ja sogar vom Bett aus lag der Engelsberg in seiner ganzen Schönheit direkt vor unserer Nase. Der Spazierweg über die funkelnagelneue Stelzenbrücke, die den Autodamm seit Kurzem ersetzt, beginnt gleich hinter dem Hotel.

Und diesmal war es gar nicht wie sonst immer. Im Normalfall packt mich in der Nähe einer Kathedrale oder Kirche sofort diese innere Unruhe und ich muss hin, jetzt gleich! Diesmal war das Gesamtkunstwerk, von naher Ferne betrachtet, das eigentliche Geschenk.

Wir kamen am Nachmittag an, brachten eine Tasche und den Picknickkorb ins Zimmer und schauten aufs Watt und den Berg.

Wir packten ein paar Sachen aus, notwendigerweise meinerseits einige Reiseführer und seitens des Ehegatten die Fernrohr/Fernglas/Kamera-Ausrüstung – und schauten auf den Berg. Wir packten die mitgebrachten Leckereien aus, schenkten ein Glas Rosé ein – und schauten auf den Berg.

Wir gingen unter die Dusche und noch ganz nass – schauten wir auf den Berg. Langsam kam die Dämmerung, das Weinglas wurde wieder aufgefüllt und wir schauten auf den nun rosa-golden-hellblauen Berg. Das war so wunderbar.

Als es schließlich ganz dunkel war, machten wir uns auf den Weg zur Insel. Über das ruhig daliegende Watt läuft man schon einige Zeit, aber der Ausblick ist so zauberhaft, dass man nicht klagen möchte.

Wir kamen an, durchquerten das Tor und stiegen die Grande-Rue hinauf. Die Abtei selbst wollten wir erst morgen bei Tageslicht besuchen. Man kann jedoch einen sehr stimmungsvollen Spaziergang machen über manche Wachtürme, den Abteigarten und ein, zwei einladende Cafés. Die, die wir gefunden haben, hatten Tische auf die Stadtmauer gestellt und man konnte den Blick über das Meer schweifen lassen. Die Glocken läuteten, das Wasser rauschte, der Cidre war der erste in diesem Jahr, herrlich!

Am nächsten Morgen haben wir uns gegen das Hotelfrühstück und für eine Tasse Café-au-lait samt Croissant auf unserem eigenen Balkon entschieden. Sie ahnen vermutlich warum. Genau, der Blick. Diesmal war die Komposition eher silbern – zart violett – gräulich und mit Nebelschwaden. Würde es jemand so malen und mir dann zeigen, ich nähme an, dass er gehörig übertreibt.

Bald darauf marschierten wir wieder los, deutlich mehr Menschen waren unterwegs im Vergleich zu gestern Abend. Der Spaziergang über die Meeresbrücke auf die Südseite des Berges zu ist wirklich schön, je näher man kommt, umso mehr Einzelheiten werden deutlich. Diesmal gingen wir zielstrebig zum Kassenhäuschen, um ein Ticket für die Führung zu ergattern. So früh am Tag war das recht einfach und wir schlossen uns sofort einer Gruppe an.

Mont Saint Michel, © Anja Weinberger

Sehr viele Räume dieses verschachtelten Architekturwunders kann man besuchen. Die übereinander gestapelten Säle der „Merveille“ und die romanischen Unterbauten sind jeder für sich schon ein Erlebnis. Und so bestaunten wir die Kirche auf der Spitze des Berges mit ihrem romanischen Langhaus und dem hochgotischen Chor, die Krypta der Dicken Pfeiler, die diesen Chor stützt; die alte, karolingische Kirche Notre-Dame-Sous-Terre, die heute als Unterbau der Westterrasse dient; das Refektorium mit seiner erstaunlichen Lichtführung über 59 Fensterschlitze und den Rittersaal, ausgestattet mit zwei riesigen Kaminen und besonders schönen Kapitellen, der als Skriptorium diente und in dem die vielen wertvollen Handschriften fabriziert wurden.

Nicht nur von der Kirche aus, sondern auch vom Refektorium kann man den Kreuzgang betreten und so haben wir es gemacht. Nun hatten wir im Rücken dieses schummrige, beinahe unwirkliche Licht der vielen, schmalen Fenster und vor uns ein grünes Geviert, überspannt vom leuchtend blauen Himmel. Wenn man bedenkt, dass der Kreuzgang einerseits robust genug gebaut werden musste, um den kräftigen Stürmen standzuhalten und andererseits nicht zu massig ausfallen durfte, damit er nicht zu schwer wird für den Unterbau, so kann man nur sagen: der Kompromiss ist gelungen. Die zierlichen Säulchen aus Granit stehen ganz elegant da, in doppelten Reihen und versetzt. So kommt dieser fremdartige Eindruck zustande, der uns an islamische Architektur oder auch an normannische Einflüsse denken lässt, wie man sie häufig, nicht weit entfernt auf der anderen Seite des Ärmelkanales, in England finden kann.

Genau dort, einmal quer übers Wasser in Cornwall, befindet sich der Sankt Michaels Mount. Er entstand inspiriert durch den Mont Saint Michel. Und der Mont Saint Michel selbst begann zu blühen, als der Bischof des nahen Avranches der Legende nach vom Erzengel Michael selbst aufgefordert wurde, hier eine Kirche zu errichten. Die unbedingt benötigen Reliquien bekam man vom größten Michaelsheiligtum des Abendlandes, dem Monte Sant’Angelo an den südlichen Hängen des Gargano in Apulien.

Ein unsichtbares Netz überzieht also Europa, gesponnen von einem Engel in Rüstung.

Verwendete Literatur

Orain, Philippe: Église et abbayes, Paris 2014

Percheron, René: Besuch auf dem Mont Saint Michel, Paris 1975

Schäfke, Werner: Die Normandie, Köln 1981

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