Die Rennen von Longchamp

von Thomas Stiegler

Eines der berühmtesten Werke des französischen Impressionisten Édouard Manet ist das Gemälde “Die Rennen von Longchamp”. Es zeigt eine Szene auf der Pferderennbahn von Longchamp im Bois de Boulogne, am westlichen Stadtrand von Paris. Hier fanden ab 1857 Pferderennen statt, die gut besucht waren und allgemein den Aufschwung des französischen Pferderennsports ankündigten.

Manets war für seinen innovativen und experimentellen Malstil bekannt, mit dem er sich gegen den vorherrschenden Realismus der französischen Akademie wandte. In diesem Gemälde sieht man sehr deutlich, dass es ihm weniger um eine exakte Darstellung des Sujets als vielmehr darum ging, das Leben und die Bewegung auf der Rennbahn einzufangen. Dies gelingt ihm durch die Verwendung von schnellen, fast hingeworfenen Pinselstrichen und lebendigen, kontrastreichen Farben. Dadurch verliert das Gemälde zwar einige Details, aber es fängt die Gesamtstimmung der Szene besser ein und ist ein wunderbares Beispiel für die Darstellung von Bewegung und Leben auf einer Rennbahn.

Obwohl die Kritiker dem Gemälde bei seiner Veröffentlichung 1866 skeptisch gegenüberstanden, gilt es heute als Meisterwerk und eine der wichtigsten Darstellungen des französischen Pferderennsports. Es wurde in verschiedenen Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und befindet sich heute im Art Institute of Chicago.

Die Rennen von Longchamp, 1866, Édouard Manet; CC0 Art Institute Chicago

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