The Salzburg Festival

 

 

 

 

 

 

by Katharina Mölk

The founding of the Salzburg Festival
Since this year is the 100th anniversary of the Salzburg Festival, much has been and will be reported by experts on the subject. Therefore, I would like to give on this page again only a brief overview of the history of the Festival.
Let’s look back to the year 1920:

The director and theater director Max Reinhardt planned a large music and theater event in Salzburg with the writer Hugo von Hofmannsthal and the musician Richard Strauss. In doing so, they deliberately wanted to distinguish themselves from the Bayreuth Festival: “to build what is practiced in Bayreuth, grouped around a North German individual, Wagner, here around an incomparably more complex and higher center, the art of Austria…”.

After World War 1, it seemed especially important that the festival should have a character that united nations. Themes such as earthly pleasures, transience and the connection to regional traditions and peculiarities were brought to the forefront of the performances. Because after the fall of the monarchy, people were not convinced that “the rest of Austria” was capable of surviving, it was now important to strengthen their own identity.

In an advertising brochure for the festival it says: “What gives Salzburgers and Austrians the courage to do this at the present moment? Hofmannthal’s answer: the fact that all people now long for spiritual pleasures.”

On August 22, 1920, the Salzburg Festival opened with a production of Hugo von Hofmannsthal’s “Jedermann” by Max Reinhardt on Salzburg’s Domplatz. In fact, the choice of the play and the performance venue was born out of necessity, for the commissioned work had not been completed and the wood was lacking to build a stage.

Domplatz in Salzburg, ©AnibalTrejo

Max Reinhard meinte zum Aufführungsort: „Wie ein Selbstverständliches wirkten die marmornen fünf Meter hohen Heiligen, zwischen denen die Schauspieler hervortraten und wieder verschwanden, wie ein Selbstverständliches die Rufe ‚Jedermann‘ von den Türmen der nahen Kirche, von der Festung herab, vom Petersfriedhof herüber, wie ein Selbstverständliches das Dröhnen der großen Glocken zum Ende des Spiels, das Hineinschreiten der sechs Engel ins dämmernde Portal, die Franziskanermönche, die von ihrem Turm herunter zusahen, die Kleriker in den hundert Fenstern des Petersstiftes, wie ein Selbstverständliches das Sinnbildliche, das Tragische, das Lustige, die Musik.“

Doch das Stück war ein großer Erfolg und ist bis heute ein Aushängeschild der Salzburger Festspiele, wie auch die spektakuläre Kulisse des Salzburger Doms. Jedes Jahr finden 14 Vorstellungen des Stücks mit an die 35.000 Zuschauern statt (die Ausnahme bildeten die Jahre zwischen 1938 und 1945, da das Stück für untauglich erklärt worden war).

Im zweiten Festspieljahr 1921 wurden auch Konzerte mit lokalen Musikern geboten, welche der Leiter des Salzburger Mozarteums, Bernhard Paumgartner organisierte. Doch Richard Strauss wollte die renommiertesten Künstler der Zeit für die Festspiele anwerben und warb die Wiener Philharmoniker an. Ab dem dritten Jahr 1922 kamen nun auch Opernaufführungen hinzu. Seitdem bilden Theater, Konzert und Oper den Rahmen für die Festspiele. Als Spielstätte zusätzlich zu Domplatz wurde die Felsenreitschule genutzt und ab 1927 ein neu errichtetes Festspielhaus.

Der Einigungsgedanke der Festspiele war auch nach dem 2. Weltkrieg aktuell. So verlautbarte Bundeskanzler Leopold Figl 1949: „Die Festspiele, hier in der Mitte Europas, gleich nach dem romanischen Süden wie dem germanischen Norden und dem slawischen Osten, hier im Schnittpunkt der verschiedensten Geistesrichtungen und politischen Interessen sind sie Manifestation nicht nur des österreichischen, sondern auch es gesamteuropäischen Kulturwillens. […] Nicht mehr vereinzelt erklingt der Ruf nach einem engeren Zusammenschluss der europäischen Staaten und nach einer ernsten Rückbesinnung auf die gemeinsamen Kulturwerte, sondern er ist Wunsch und Hoffnung jedem, der für uns alle eine bessere Zukunft ersehnt.“

1960 kam es dann auch zum Bau des großen Festspielhauses. 55.000 Kubikmeter des Bergmassivs weggesprengt werden, da das Festspielhaus so nahe am Berg gebaut wurde.

Heute gehören die Salzburger Festspiele zu den weltweit bedeutendsten Theater- und Musikveranstaltungen. Sie finden jeden Sommer im Juli und August statt. Alljährlich werden in den sechs Festspielwochen mehr als 200 Veranstaltungen von mehr als 250.000 Gästen besucht.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie fanden zum 100-Jahr-Jubiläum heuer von 1. bis 30. August modifizierte und verkürzte Festspiele statt.

(Text aus dem Jahr 2020)

Literaturhinweis: 100 Jahre Salzburger Festspiele. Eine unglaubliche Geschichte in fünf Akten, Malte Hemmerich, 2019

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