Querflöte – einfach erklärt

 

von Anja Weinberger

Teil 1: Wir beim Leiermann haben uns fest vorgenommen, ein Orchesterinstrument nach dem anderen so einfach und verständlich wie nur möglich zu erklären. Los geht es mit der Querflöte.

Querflöten sind aus einem Rohr gebaut.

Dieses Rohr ist bei Schülerflöten meist aus Neusilber. Profis spielen Silberflöten oder Goldflöten.

In diesem Rohr sind Löcher, die mit Hilfe der Klappen geschlossen und geöffnet werden können.

Die meisten der Klappen sind im Ruhezustand geöffnet und man schließt sie, indem man sie mit dem passenden Finger nach unten drückt.

Hier im Bild 1 sieht man die offenen Klappen, Foto privat

 

Sehr wenige Klappen sind im Ruhezustand geschlossen, und der Spieler kann sie über einen Hebel, den er drückt, öffnen.

Hier im Bild 2 kann man in der Mitte gut einen solchen Hebel erkennen, Foto pixabay

Auf einer Querflöte sind deutlich mehr als 10 Klappen zu sehen, wir haben aber nur 10 Finger.

Viele der Flötenklappen sind durch komplizierte Verbindungen miteinander kombiniert. Erfunden hat dieses Modell Theobald Böhm. Deshalb heißt unsere Flöte auch Böhmflöte und die Mechanik, die auf die Flöte montiert ist, wird Böhmmechanik genannt.

Durch dieses System ist es möglich, mit den Fingern unserer beiden Hände alle Klappen zu öffnen und zu schließen. In den allermeisten Fällen bedient dabei ein Finger genau eine Klappe – und auch immer wieder die selbe.

Die Flöte ist ein Blasinstrument.

Das bedeutet, dass sie durch den Luftstrom zum Klingen gebracht wird. Man setzt die Flöte unter die Unterlippe und bläst auf die gegenüberliegende Kante. So entsteht der Flötenton; das Prinzip ist das gleiche, wie bei Wind, der an einer Hausecke pfeift. Der Luftstrom wird geteilt und man hört einen Ton.

Bei der Blockflöte ist das übrigens ebenso. Da teilt sich der Luftstrom an dieser offenen Stelle unterhalb des Mundstückes – am sogenannten Block – womit auch schon der Name erklärt ist.

 

Bild 3: Vier unterschiedliche Blockflöten, Foto pixabay

Töne, Töne, Töne

Der tiefste Ton der Flöte entsteht, wenn alle Klappen geschlossen sind und der Spieler kräftig, aber entspannt in die Flöte bläst. Bei vielen Flöten ist dieser tiefste Ton ein c‘. Warum ein Ton wie heißt, das werden wir bald auch erklären.

Grob gesagt funktioniert alles andere dann so: Mit jeder geöffneten Klappe wird die Luftsäule, die in der Flöte schwingt, kürzer, und der Ton somit pro geöffneter Klappe einen Halbton höher.

Sind alle Klappen der Flöte einmal geöffnet, dann erklingt bei unserer Flöte ein cis“.

Danach legt der Spieler oder die Spielerin wieder alle Finger auf die Flöte und bläst etwas stärker hinein. Auf diese Art und Weise kann man jeden Griff ein zweites Mal benutzen, um einen noch höheren Ton zu erzeugen.

 

Das war’s für einen ersten Eindruck

Diese Erklärung ist eine sehr oberflächliche und an manchen Stellen sehr ungenaue Schilderung. Sie soll lediglich dazu dienen, eine allererste Ahnung zu erhalten.

Im nächsten Teil wird es genauer und ein klein wenig komplizierter.

Herzliche Grüße aus der Flötenwelt. AW

Mehr zur Flöte und ihrer Musik? Hier geht’s zum Flöten-Blog beim Leiermann.

 

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