Dora Maar kam 1936 als Henriette Theodora Markovitch in Tours zur Welt, wuchs in einem intellektuell-gebildeten Umfeld auf und lernte durch die Arbeit ihres Vaters früh mehrere Fremdsprachen. In Paris studierte sie sowohl Malerei als auch Fotografie und änderte zu dieser Zeit ihren kroatischen Geburtsnamen in das leichter aussprechbare Dora Maar.
Kategorie
Bildende Kunst
Irma Stern
Irma Stern wurde 1894 in Südafrika, im Ort Schweizer-Reneke, als Tochter deutsch-jüdischer Auswanderer geboren. Mit harter Farmarbeit hatte sich die Familie emporgearbeitet, musste jedoch während des 2. Burenkrieges nach Kapstadt fliehen und 1901 schließlich nach Deutschland zurückkehren. Hin und her ging es in den folgenden Jahren zwischen diesen beiden Wohnsitzen, und Irma fühlte sich ständig entwurzelt.
Julie Manet
Ein Kind des Impressionismus war sie, die Malerei ihrer Wiege nie fern. Liest man Julie Manets Tagebücher, so wird schnell klar, dass ihre Kindheit und frühe Jugend von Farbe, Malerei, Lyrik, guten Freundschaften und aufmerksamen Eltern geprägt waren.
Zwei Streithähne im Vatikan
Michelangelo und Papst Julius II.
Zwei Streithähne im Vatikan Michelangelo Buonarroti, der Star der Renaissance, hatte ein echtes Problem mit Papst Julius II.. Der Rovere-Papst versah sein Amt im Stile eines italienischen Territorialfürsten und hatte Michelangelo 1505 von Florenz nach Rom rufen lassen, damit dieser Julius außergewöhnliches, besonders großes und freistehendes Grabmal erbauen kann, das damals für eine zentrale Stelle im Petersdom gedacht war.
Der fröhliche Trinker
In meiner Kindheit gab es eine alte Kindersendung, an die ich mich kaum noch erinnern kann. Das Einzige, das mir im Sinn geblieben ist, ist der Refrain des Titelliedes: „Euch sind Rembrandt und Rubens bekannt, denn sie malten alle im Flandernland.“
Hilma af Klint
Frühe Abstraktion. Auf die Künstlerin Hilma af Klint bin ich 2019 erstmals durch eine großartige Ausstellung im Lenbachhaus aufmerksam geworden. Hilma af Klint verfügte, dass ihr großes und eindringliches Werk frühestens 20 Jahre nach ihrem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Sie starb 1944 in ihrem Heimatland Schweden und so wurden ihre Bilder erst in den frühen 1980er-Jahren bekannt.
Emy Roeder
Emy Roeder wurde 1890 in Würzburg geboren. Früh beginnt sie Interesse an der Bildhauerei zu zeigen und wird 22jährig Schülerin von Bernhard Hoetger, mit dem sie an den Reliefs des Platanenhains der Darmstädter Mathildenhöhe arbeitet. Ab 1914 lebt sie in Berlin, heiratet den Kollegen Herbert Garbe und wird Mitglied der avantgardistischen »Novembergruppe«.
Séraphine de Senlis
Wird ein Mädchen auf den Namen Séraphine getauft, so erscheint es mir beinahe logisch, ja notwendig, dass sie eine besondere Beziehung zum Übernatürlichen pflegt. Und so hatte Séraphine Louise Kontakt zu ihrem Schutzengel – oder aber zur Jungfrau Maria persönlich, je nachdem, welcher ihrer oft erzählten Geschichten man folgen mag.
Die Magie von Kirchenfenstern: Marc Chagalls leuchtende Kunst in Frankreich
Ich liebe Kirchen. Ich könnte stundenlang in ihnen sitzen, durch ihre Seitenschiffe schlendern oder den Kopf in den Nacken legen, um in die Kuppel oder den Vierungsturm hinauf zu staunen.
Wer kennt Renée Sintenis?
Haben Sie sich vielleicht auch schon einmal gefragt, warum der Bär an der Autobahn Richtung München in Nachbarschaft des mal blau, mal rot leuchtenden Fußballstadions und der Silberne Bär der Berlinale zum Verwechseln ähnlich aussehen? Falls ja, so würde ich diese Frage gern beantworten …
Wie kamen die Seerosen nach Giverny
Wie kamen die Seerosen nach Giverny. Eine interessante Geschichte ist das. Denn denkt man kurz nach, so fällt auf: Vor Monet hat niemand Seerosen gemalt. Wieso eigentlich nicht?
Paula Modersohn-Becker
Seit vielen Jahren schon fasziniert mich die Malerei Paula Modersohn-Beckers. Die anrührenden Figuren, die erdigen Farben, der direkte Blick, der einen aus vielen Bildern heraus fixiert und die beinahe überall anzutreffende Verbindung zur Natur.
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Calvaires in der Bretagne
Calvaires in der Bretagne. In der Bretagne, also im äußersten Nordwesten Frankreichs, gibt es diese wundervollen, sagenumwobenen und meist sehr malerischen »Enclos parroissiaux«. Solch umfriedete Pfarrbezirke grenzen sich bewusst von der Außenwelt ab und kommen in dieser besonderen Form nur hier vor.
Amiens
Ich liebe es zu schauen – genauer gesagt, ich liebe es, mich in eine Kirche zu setzen und den Raum auf mich wirken zu lassen. Und noch genauer: am allerliebsten lese ich vor dem „Kirchenschauen“ alles, was schon irgendwer über diese Kirche geschrieben hat, um dann beim Schauen viel zu sehen.
Agnes Dürer
Agnes wurde 1475 als Tochter des Ehepaares Frey im spätmittelalterlichen Nürnberg geboren. Kaum etwas weiß man über ihre Kindheit. Jedoch betritt sie die Bühne des Weltgeschehens am Tage ihrer Heirat mit Albrecht Dürer im Jahre 1494.
Der Tarotgarten
Manche Menschen begleiten uns während des ganzen Lebens. Mir geht es so mit der Künstlerin Niki de Saint Phalle – wohin auch immer ich reise oder wohin wir den Wohnort verlegen, ihre Skulpturen sind schon da. Ihre herrlichen, prallen, bunten und phantasievollen Nanas habe ich – bei einer vermutlich unvollständigen Liste – gesehen in Mannheim, Ulm, Schwäbisch Hall, Hannover, Zürich, Hamburg, Paris, Angers, Lausanne, Duisburg, Mendrisio, Freiburg, Bilbao, Nizza, Glasgow, München und natürlich in Capalbio.
Die Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder
Marie Ellenrieder von Daniela Frey Die Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder Sie war die erste Frau, die an einer deutschen Kunsthochschule studieren konnte und die erste Frau, die in Baden Kunst für Kirchen malen durfte: die Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder...
Steinreich – Die Geschichte der Lithographie
Dies ist eine der Geschichten, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Es ist die Geschichte eines ungeplanten Welterfolgs und eines armen Schluckers, der damit zu Vermögen und Ansehen kam. Aber nicht nur das. Es ist die Geschichte einer Erfindung, die unsere Wahrnehmung veränderte und die in vielerlei Hinsicht unser Bild von der Welt prägte. Es ist die Geschichte eines bestimmten Steins, der damit Geschichte schrieb. Und schließlich und endlich ist es auch die Geschichte einer Kunstform, die heute nur noch wenige beherrschen
Pieter Bruegel der Ältere
Eine Einführung in das Werk Pieter Bruegel des Älteren und seine Bilder in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien.
Die Kunst des Mittelalters
In der Kunstgeschichte werden mit dem Begriff „Mittelalter“ traditionell die zwischen der Spätantike, also dem ausgehenden 4. und 5. Jahrhundert, und dem Beginn der sog. Frühen Neuzeit, einsetzend mit dem 14./15. Jahrhundert, entstandenen Kunstwerke bezeichnet.
William Hogarth
William Hogarth (1694 – 1764) war ein englischer Maler, der von 1697 bis 1764 lebte. Er unterscheidet sich in mehrerlei Hinsicht von anderen Malern. Natürlich malte er auch Bilder, hauptsächlich wurde er aber durch Kupferstiche bekannt. Er war eine durchaus streitbare Persönlichkeit, übernahm aber auch in seinen Werken soziale Verantwortung zugunsten weniger privilegierten Bevölkerungsgruppen.
Michelangelos Pietà
Am 6. August 1499 starb in Rom der französische Geistliche und Botschafter Jean Bilhères de Lagraulas und wurde in Santa Petronilla unter einem eigens für ihn erstellten Grabmal beerdigt. In seinem erfüllten Leben war er zunächst Abt der berühmten Abtei Saint Denis in Paris, Botschafter erst in Spanien, dann in Deutschland und wurde schließlich in Rom unter Papst Alexander VI. zum Kardinal ernannt.
Zwei Schwestern
Im Leben eines Künstlers haben Umbruchszeiten immer eine besondere Bedeutung. Meist kündigen sie sich schon lange vorher an und gehen einher mit Krankheit, Depression und Vernichtungsängsten und oft entladen sie sich mit einem Knall in einer überstürzten Flucht aus dem gewohnten Umfeld.
Joseph Mallord William Turner
Joseph Mallord William Turner war ein englischer Maler, der der Romantik zugeordnet wird. Zugleich war er aber auch ein Neuerer auf mehreren Gebieten. Er malte seine Objekte, wie sie sind und wie er sie sah. Das „Sehen mit dem Pinsel“ ist ein natürlicher Prozess der künstlerischen Entwicklung. Das folgende Bild ist ein deutliches Beispiel.
Frau Daniel Hubbard (Mary Greene)
John Singleton Copley war einer der führenden amerikanischen Porträtisten des 18. Jahrhunderts und hier zeigt er uns Mary Greene, die Frau von Daniel Hubbard, einem Vertreter der Bostoner Kaufmannsschicht. Wir müssen daran denken, dass sich in dieser Zeit die nordamerikanische Kolonialgesellschaft im Umbruch befand, denn die Spannungen zwischen den Kolonisten und der britischen Krone nahmen ständig zu …
„Das Lied der Lerche“ von Jules Adolphe Breton: Eine Ode an das Landleben
Jules Adolphe Breton, ein französischer Künstler des 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine Darstellungen des ländlichen Lebens in der Region Pas-de-Calais. Eines seiner berühmtesten Werke, „Das Lied der Lerche“, gibt er uns ein Gefühl für die innige Beziehung der dort lebenden Menschen zur Natur und die zeitlose Schönheit des einfachen Lebens.
Das Schlafzimmer in Arles
»Das Schlafzimmer in Arles« (oder »Vincents Schlafzimmer«) ist der Titel von drei Ölgemälden und zwei Zeichnungen des niederländischen Malers Vincent van Gogh. Die ersten Skizzen stammen aus dem Jahr 1888, als der Künstler sein erstes eigenes Heim bezog, das sogenannte »Gelbe Haus«.
Selbstbildnis mit grauem Filzhut
Vincent van Gogh war eines jener Genies, denen das Talent nicht in die Wiege gelegt wurde. Ganz im Gegenteil war es eine lange Zeit des Tastens und Suchens die den schon erwachsenen Mann dazu nötigte, immer wieder neue Wege des Ausdrucks zu suchen.
Die Rennen von Longchamp
Eines der berühmtesten Werke des französischen Impressionisten Édouard Manet ist das Gemälde “Die Rennen von Longchamp”. Es zeigt eine Szene auf der Pferderennbahn von Longchamp im Bois de Boulogne, am westlichen Stadtrand von Paris. Hier fanden ab 1857 Pferderennen statt, die gut besucht waren und allgemein den Aufschwung des französischen Pferderennsports ankündigten.
Anton Mauve
Der niederländische Maler Anton Mauve (1838 – 1888) war Mitglied der Haager Schule, die für ihre realistischen Darstellungen des Alltagslebens bekannt waren. Mauve hatte eine Vorliebe für schlichte Motive und war besonders für seine Landschaften und seine Gemälde von Kühen und Schafen bekannt.
Badestelle bei Asnières
Der Kunstkritiker Félix Fénéon prägte den Begriff »Neo-Impressionismus« für einen Malstil, der sich nach Meinung seiner wichtigsten Vertreter scheinbar ganz natürlich aus dem Impressionismus entwickelte. Beiden Kunststilen gemeinsam war ein Interesse an der Darstellung des natürlichen Lichtes und eine Farbpalette, die mit leuchtenden, scheinbar das ganze Spektrum umfassenden Möglichkeiten, protzte.
Die Liebe zum Winter
George Bellows war der große Chronist New Yorks des frühen 20. Jahrhunderts. Denn neben seinen bekannten Darstellungen von Boxkämpfen und Tennis- oder Baseballspielen waren es vor allem Szenen aus dem Großstadtleben dieser Stadt, die er liebevoll gestaltete und die den Großteil seines Oeuvres ausmachten. Dabei strahlen seine Bilder aus den Straßen und Kneipen, die er mit Arbeitern und einfachen Menschen füllte, eine für sein Werk typische Unruhe aus, die durch seine markante Pinselführung noch verstärkt wurde.
Berittene Trompeter der kaiserlichen Garde von Napoleon
Théodore Géricault war ein französischer Maler, Bildhauer, Zeichner und Lithograf des frühen 19. Jahrhunderts und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der französischen Romantik. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Gemälde »Mounted Trumpeters of Napoleon’s Imperial Guard«, in dem er zwei seiner Lieblingsthemen festhalten konnte – das Pferd und den Glanz des Militärs.
Victor Hugo – ein Denkmalschützer
Die großen Gebäude sind gleich den großen Gebirgen ein Werk der Jahrhunderte. Oft wandelt sich die Kunst, während sie noch im Entstehen sind; die Arbeit wird im Sinn der neuen Zeit friedlich weitergeführt. Die verwandelte Kunst übernimmt das Werk, wie sie es findet, überkleidet es, paßt sich ihm an, führt es nach ihren Empfindungen weiter.
Innen und außen
Pieter de Hooch, ein niederländischer Maler des 17 Jahrhunderts und Zeitgenosse Vermeers, hat oft Interieurs gemalt. Das sind Bilder von Innenräumen, eine häufig verwendete Darstellungsform, besonders im 17. Jahrhundert und besonders in den Niederlanden.
Raoul Dufy
Der „Maler der Freude und des Glücks“ Raoul Dufy war im Laufe seines Lebens erst Impressionist, dann Fauvist und schließlich Kubist. Geboren wurde er 1877 in Le Havre in der Normandie. Die feinen Sandstrände und das außergewöhnliche Licht haben seine Malerei inspiriert.
Jan Vermeer
Johannes (Jan) Vermeer van Delft war ein Maler des 17. Jahrhunderts. Er wird dem niederländischen Barock zugerechnet. Es gibt heute noch 35 Bilder von ihm. Insgesamt soll er ca. 45 gemalt haben.
Pan im Schilf
Es geht um das Werk „Pan im Schilf“ des Schweizers Arnold Böcklin, der, wie viele andere, in Italien Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfand, die er denen im Norden vorzog. Man nannte diese Gruppe Deutschrömer Sie suchten parallel zu den französischen Impressionisten, aber ohne deren Gruppendynamik und mit vergleichbar mäßigem Erfolg nach neuen Wegen in der Kunst.
Giovanni Domenico Barbieri
Dem armen Graubündner Tal entstammten seit Generationen viele berühmte Baumeister und Architekten, die in der Fremde, in Bayern, in Österreich, ja sogar in Polen ihr Glück machen: Männer wie Giovanni Antonio Viscardi, der u. a. die Wallfahrtskirche Mariahilf im bayerischen Freystadt baute, oder Enrico Zuccalli, Vollender der Münchner Theatinerkirche und Erbauer von Schloss Nymphenburg, oder der in Wien, Ansbach und Eichstätt wirkende Gabriel de Gabrieli.
Van Gogh konnte gar nicht malen!
Um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin nicht dieser Ansicht, aber ich finde den Gedanken interessant. Die Wissenschaften haben definierte Standards für die Auseinandersetzung mit ihren unterschiedlichen Forschungsobjekten. Die Kunst hat das nicht, es gibt keine …
Die Romantik in der Malerei
Die Romantik entsteht als Gegenentwurf zur Epoche der Klassik, also dem Klassizismus in der Malerei, die mehr und mehr als gefühllos und künstlich angesehen wurde. Nun soll das Gefühl im Vordergrund stehen, die Seele, die Empfindung und die Wahrnehmung des Einzelnen. Empfindungen wie Sehnsucht, Furcht, Glückseligkeit und Liebe sind häufig Mittelpunkt der Gemälde.
Klassizismus in Deutschland
Der Klassizismus entstand in Deutschland als Gegenbewegung zum Rokoko. Diese vorangegangene Epoche wurde als zu überladen, zu kleinteilig, zu verspielt empfunden. Die Maler der Zeit nahmen sich vielmehr die Kunst der römischen und griechischen Antike in ihrer harmonischen, schlichten Form zum Vorbild für die neu entstehenden Kunstwerke.
John Constable
John Constable war ein englischer Maler, der von 1776 – 1837 lebte. Er war ein früher Vertreter der englischen Romantik, die, anders als noch in der Zeit von Gainsborough, die Landschaftsmalerei akzeptierte, ihr sogar einen bedeutenden Platz einräumte, neben mystischen Vertretern, wie z.B. Füssli oder William Blake.
Gertraud Rostosky
Gertraud Rostosky wurde 1876 in Riga in eine, wie wir heute sagen würden, bildungsnahe Familie geboren. Der Vater war Buchhändler, der Onkel Maler, die Mutter musisch und vor allem sozial begabt.
Thomas Gainsborough
Thomas Gainsborough. Thomas Gainsborough war ein englischer Maler, der von 1727 bis 1788 lebte. Während das Rokoko, als verspielte Stilrichtung im Anschluss an den Barock, auf dem europäischen Festland zahlreiche, bisweilen sinnliche, Blüten trieb, gilt Gainsborough als der einzige englische Vertreter dieses Stils.











