Biographien Musik

Emilie Mayer – der weibliche Beethoven

Momentan hört man ein bisschen mehr über und von Emilie Mayer, so wie man im Allgemeinen mehr hört von und über Frauen in der Musik. Das ist den Bemühungen vieler Einzelner zu verdanken und begann vor nunmehr schon einigen Jahren mit der ›Wiederentdeckung‹ Mel Bonis‘ durch die Frauenbewegung. Trotz alledem ist der Name Emilie Mayer einem Großteil des kulturell interessierten Publikums nach wie vor unbekannt. Wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, welch großes Interesse ihr Werk zu ihren Lebzeiten weckte.

Josefa Lang

Josefa Lang wurde 1815 in München geboren. Ihre Eltern, die Kammersängerin Regina Hitzelberger und der Violinist des Münchener Hoforchesters Theobald Lang, bemerkten bald, dass ihr zweitgeborenes Töchterchen musikalisch den Weg eines Wunderkindes einschlug. Auf dem Schoß der Mutter erkundete die Kleine begeistert die Klaviertastatur und konnte schon dreijährig »rein und tactfest[1]« kleine Stücke vortragen.

Paul Hindemith

Paul Hindemith und die Sonate für Flöte und Klavier. Hindemith wurde 1895 in Hanau geboren. Das sagt schon viel aus über die Rahmenbedingungen seines Lebens.

Telemann

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) war wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel ein deutscher Komponist des Barock. Und obwohl er wie kaum ein anderer im letzten Drittel seines Lebens internationalen Ruhm genoss, von seinem Schaffen sehr gut leben konnte und der Musikwelt wegweisende neue Impulse gab, steht er heute im Schatten seiner beiden oben genannten Kollegen. Wie schade!

Josefa Lang

Josefa Lang

Josefa Lang wurde 1815 in München geboren. Ihre Eltern, die Kammersängerin Regina Hitzelberger und der Violinist des Münchener Hoforchesters Theobald Lang, bemerkten bald, dass ihr zweitgeborenes Töchterchen musikalisch den Weg eines Wunderkindes einschlug. Auf dem Schoß der Mutter erkundete die Kleine begeistert die Klaviertastatur und konnte schon dreijährig »rein und tactfest[1]« kleine Stücke vortragen.

Paul Hindemith

Paul Hindemith

Paul Hindemith und die Sonate für Flöte und Klavier. Hindemith wurde 1895 in Hanau geboren. Das sagt schon viel aus über die Rahmenbedingungen seines Lebens.

Telemann

Telemann

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) war wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel ein deutscher Komponist des Barock. Und obwohl er wie kaum ein anderer im letzten Drittel seines Lebens internationalen Ruhm genoss, von seinem Schaffen sehr gut leben konnte und der Musikwelt wegweisende neue Impulse gab, steht er heute im Schatten seiner beiden oben genannten Kollegen. Wie schade!

Friedrich Hollaender

Friedrich Hollaender

Am 18. Januar 1976 vor 48 Jahren, starb der große Komponist, dessen Lieder uns heute noch in den Ohren klingen. Allen voran der Song der feschen Lola, die »von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt« ist und Marlene Dietrich den Grundstein für ihre Weltkarriere sichert. Der kleine Mann, 1896 in London geboren, aber zum echten Berliner herangewachsen, ist ein Hans Dampf in allen Gassen, was Komposition, Musizieren (Klavier) und Texten betrifft. Ein begabtes Multit

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Clara Faisst – mit einem Flügel kann man nicht fliegen

Clara Faisst – mit einem Flügel kann man nicht fliegen

Eine wirklich großartige Entdeckung ist für mich die Sonate op. 14 von Clara Faisst. Obwohl ursprünglich für Violine und Klavier komponiert, lässt sich das großangelegte Werk auch mit der Flöte ohne einschneidende Veränderungen spielen, da die Violinstimme nur mit wenigen Doppelgriffen ausgestattet ist. Die verblüffende Fülle an Melodien, die abwechslungsreiche Harmonik und die äußerst einfallsreiche Gestaltung lässt sich auf der Flöte sehr gut realisieren.

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Die Instrumentenbauer-Familie Lot

Die Instrumentenbauer-Familie Lot

Die Instrumentenbauer-Familie Lot – französischer Flötenbau auf höchstem Niveau und mit einer langen Tradition. Bis heute sprechen Flötisten bei bestimmten Flöten vom „french model“, also dem „französischen System“. Woher kommt das eigentlich?

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Ballets Russes

Ballets Russes

Les Ballets Russes – eine sehr persönliche Einführung in dieses wichtige Kapitel der europäischen Kulturgeschichte. Paris in der „Belle Époche“ und den darauf folgenden „Années Folles“ – also den verrückten Jahren. Was muss das für eine ungewöhnliche Zeit gewesen sein. Selten entstand so viel Neues, pulsierte das Leben so vielfältig und auf so engem Raum.

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Barbara Strozzi

Barbara Strozzi

Die spätere Komponistin, Sängerin und durchaus streitbare Wortführerin Barbara Strozzi wurde unter nicht ganz geklärten familiären Verhältnissen am 6. August 1619 in Venedig geboren. Sie wuchs auf als leibliche oder angenommene Tochter des Giulio Strozzi, dessen Hausangestellte ihre Mutter war.

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Pierina Legnani

Pierina Legnani

Die Tänzerin Pierina Legnani (1863-1930) wurde in Mailand geboren und starb auch dort. Sehr wenig nur wissen wir über ihr Leben abseits der Bühne. Niemals wurde über sie in der Klatschpresse berichtet und sie führte ein sehr ruhiges, zurückgezogenes Leben.

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Dutilleux‘ Sonatine für Flöte und Klavier

Dutilleux‘ Sonatine für Flöte und Klavier

Henri Dutilleux‘ Sonatine für Flöte und Klavier ist so elegant und schön, dass sie sich bis heute im Standardrepertoire der FlötistInnen hält. Henri Dutilleux wurde 1916 im schönen Ort Angers geboren. Angers liegt zwischen den Flüssen Loire und Maine und hat neben der malerischen Flusslandschaft auch noch eine herrliche Kathedrale zu bieten.

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Ruth Zechlin

Ruth Zechlin

Dass Ruth Zechlin musikalisches Talent besaß, zeigte sich schon in ihrer Kindheit. Beriets mit fünf Jahren erhielt sie den ersten Klavierunterricht. Ihr erstes Stück entstand bereits mit sieben Jahren: eine Sonatine für Klavier. Als älteste Tochter zweier Pädagogen wuchs sie in Leipzig auf. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zur Musik von Johann Sebastian Bach und zur Orgel.

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Bozzas herrliches Flötenquartett

Bozzas herrliches Flötenquartett

Bozzas herrliches Flötenquartett. Eigentlich umfasst sein großes Œuvre beinahe alle Genres, jedoch ist der Kammermusik-Anteil wirklich bemerkenswert. Vor allem wir Bläser verdanken ihm zahlreiche und wunderschöne Repertoire-Werke. Durch den herausragenden Platz, den die Kammermusik in seinem Schaffen einnimmt, sind die größer angelegten Kompositionen Bozzas relativ unbekannt geblieben.

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Ida Haendel

Ida Haendel

Liest man über Ida Haendel, so kann man sich kaum retten vor Adjektiven. Weltberühmt, hochbegabt, virtuos, charismatisch, menschenfreundlich, zugewandt, unsentimental, energisch, fleißig, diszipliniert, temperamentvoll, zielstrebig, warmherzig, würdevoll – und ich möchte hinzufügen – modebewusst. All das kann man über sie lesen und alles trifft zu.

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Die Flötensonatine von Claude Arrieu

Die Flötensonatine von Claude Arrieu

Seit nunmehr drei Jahren bin ich verstärkt auf der Suche nach Musik von Komponistinnen. Und ein besonders schönes Werk, das dabei meinen Weg gekreuzt hat, ist die Sonatine für Flöte und Klavier der französischen Komponistin Claude Arrieu.

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Fauré und seine wunderbare Fantasie

Fauré und seine wunderbare Fantasie

Gabriel Urbain Fauré wurde 1845 ganz im Süden Frankreichs geboren. Er war ein begabter kleiner Junge in einer nicht besonders musikalischen Familie. Günstige Umstände erlaubten es, dass er an die École Niedermeyer in Paris gehen konnte. Dort erlernte er (beinahe) alles, was er für die Zukunft brauchen sollte.

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Emanuel Schikaneder

Emanuel Schikaneder

Am 1. September 1751 wurde Emanuel Schikaneder geboren. Obwohl er in seinem Leben 55 Opern, Theater-, und Singstücke textete, ist er vor allem dafür bekannt, dass er den Text zur „Zauberflöte“ schrieb, das Stück in seinem Theater aufführen ließ und auch selbst die Rolle des Papageno spielte.

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Sigfrid Karg-Elert

Sigfrid Karg-Elert

Siegfried wurde 1877 in Oberndorf am Neckar als eines von 12 Kindern der Familie Karg geboren. Wir Flötisten kennen Karg-Elerts Namen gut, sprechen ihn aber nie ohne eine gewisse Ehrfurcht aus. Denn seine Werke sind … schwer. Anders lässt sich das einfach nicht ausdrücken. Jedoch bieten sie eine Fülle an hochromantischen Phrasen …

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Zum Geburtstag von Eva Rieger

Zum Geburtstag von Eva Rieger

Musikerin, Musikwissenschaftlerin und Feministin. Eindeutig gehört sie zu den Frauen der ersten Stunde, wenn es um feministische Musikwissenschaft geht. Schon 1981 erschien ihr Buch „Frau, Musik und Männerherrschaft“, welches bereits damals deutlich machte, dass Frauen in Musik, Kunst und Musikwissenschaft systematisch ausgeschlossen werden.

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Anna Amalie – Kunst als Lebensinhalt

Anna Amalie – Kunst als Lebensinhalt

Anna Amalie, die nach damaliger Sitte meist Amélie genannt wurde, muss ein recht willensstarker Mensch gewesen sein. Der von ihren Eltern in langer Planung vorgesehene Ehemann fand nicht ihre Zustimmung und so sprang die ältere Schwester ein, wurde prompt nach Schweden verheiratet.

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Alles zweimal

Alles zweimal

Wir Flötisten stolpern ja immer mal wieder über dieses gezeichnete Bild der Flöte spielenden Doppler-Brüder, einer hält die Flöte nach rechts, einer nach links – und das bei dem Namen. Letzthin habe ich nun leider gelesen, das sei reine Erfindung. Beide haben, wie wir alle, nach rechts gespielt. Schade eigentlich, ich fand diese Vorstellung immer sehr nett.

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Francisco Tarrega

Francisco Tarrega

Wenn wir heute an klassische Gitarre denken dann denken wir heute auch fast automatisch an Spanien. Das geht so weit, dass man manchmal spanische Gitarre als Synonym für klassische Gitarre nimmt und es zeigt sich auch darin, dass viele Begriffe der klassischen Gitarrentechnik aus dem spanischen kommen.

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Französische Komponisten der Klassik

Französische Komponisten der Klassik

Ist im deutschsprachigen Raum die Epoche der Klassik eine mit vielen großen und international bekannten Namen gespickte Zeit, so trifft das in Frankreich eher auf andere Perioden der Musikgeschichte zu. Fragt man – ganz im Allgemeinen – nach Komponisten der klassischen Epoche, so werden meist zu allererst Haydn, Mozart und Beethoven genannt.

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Jenny Lind

Jenny Lind

Über die Sängerin Jenny Lind berichteten viele ihrer Zeitgenossen. Während der Jahre ihrer Karriere gab es nicht wenige Primadonnen auf den Bühnen der Welt, viele gute Stimmen, außergewöhnliche Künstlerinnen. Aber ihr, so scheint es, muss etwas ganz Besonderes angehaftet haben

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Sofie Cruvelli

Sofie Cruvelli

Ein früher Fall von #metoo? Ihre kometenhafte Karriere wird die junge Frau unter dem Namen Sofie Cruvelli machen, geboren ist sie jedoch 1826 als Tochter einer Bielefelder Kaufmannsfamilie und wurde Sophie Johanne Charlotte Crüwell getauft. Dort, in Bielefeld, erinnert bis heute das Crüwell-Haus im Zentrum der Altstadt an diese Familie, die mit Tabak gutes Geld verdient hatte.

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Das „Musikalische Opfer“

Das „Musikalische Opfer“

Johann Sebastian Bach ist – so meine ich – beinahe jedem ein Begriff. Deshalb beschränke ich mich hier an dieser Stelle auch nur auf wenige Fakten. Hingegen ist man vermutlich Musiker oder zumindest ein besonders interessierter Konzertgänger, wenn man auch mit dem Begriff „Musikalisches Opfer“ etwas anfangen kann. Das wird sich aber nun in Kürze geändert haben.

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Misia Sert

Misia Sert

Misia Sert, das reiche, mal glückliche, mal unglückliche, in Polen geborene Kind, saß beim alten Liszt auf dem Schoß, musizierte mit Grieg und Fauré, hat dreimal geheiratet und durch das Geld ihrer Ehemänner die damalige Kunstszene äußerst großzügig unterstützt. Sie wurde von vielen Malern der Zeit porträtiert, Komponisten widmeten ihr ihre Werke, und Schriftsteller ließen sie in Romanen und Theaterstücken aufleben.

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Fanny Elßler

Fanny Elßler

Auch Fanny Elßler (1810-1884) stammt aus einer künstlerisch orientierten Familie. Ihr Großvater und ihr Vater waren Leibkopisten bei Joseph Haydn, der Vater arbeitete gar als Haydns Kammerdiener bis zu dessen Tod 1809. Gemeinsam mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Therese erhielt Fanny ersten Unterricht beim damals sehr bekannten Horscheltschen Kinderballett im Theater an der Wien.

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Das Leben des Johann Joachim Quantz

Das Leben des Johann Joachim Quantz

Das Leben des Johann Joachim Quantz. Quantz hatte entscheidenden Anteil an der Verbesserung der Querflöte. Er war Lehrer Friedrichs des Großen und seine Musik sowie sein Lehrwerk begleiten uns bis heute. Ein Text von der Flötistin Anja Weinberger

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Die Frauen der Familie Boulanger

Die Frauen der Familie Boulanger

Die Frauen der Familie Boulanger. Drei besonders musikalische Frauen gab es in der Familie Boulanger. Eine hieß Marie-Julie, war eine geborene Halligner und die Großmutter der anderen beiden wesentlich bekannteren mit Namen Nadia und Lili.

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Gauberts wundervolle Kammermusik

Gauberts wundervolle Kammermusik

Philippe Gaubert war einer der prominentesten französischen Musiker in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Er muss ein großartiger Flötist gewesen sein mit einem besonders warmen, runden Ton. Die damals noch recht neuartige Böhmflöte hat er zum Leben erweckt und ist bis heute ein Vorbild für viele junge Flötisten.

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Frauen in der Musik

Frauen in der Musik

Frauen in der französischen Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. Natürlich, durch ihre Geburt als Mädchen waren sie in vielen Bereichen des Lebens per se benachteiligt. Man wird jedoch auch lesen können, dass es Ausnahmen gab. Und ganz deutlich muss gesagt werden: Der Berufswunsch „Musiker“ sorgte in vielen bürgerlich-konservativen Familien der damaligen Zeit auch bei Söhnen nicht unbedingt für Begeisterungsstürme – da hat sich bis heute vermutlich nur wenig geändert.

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Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach

Viele von uns kennen Carl Philipp Emanuel Bach vor allem als Sohn des großen Johann Sebastian Bach. Doch zu Lebzeiten der beiden war das ganz anders. Sprach damals jemand vom „großen Bach“, so war Carl Philipp gemeint, nicht sein Vater Johann Sebastian.

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Der Leiermann

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