Frauen in Kunst und Geschichte

Anna Bon di Venezia

Wirklich Erstaunliches geschieht, versucht man mehr über Anna Bon zu erfahren.Wie eine Fata Morgana taucht sie in den 1750er-Jahren am Horizont der Musikgeschichte auf, um Mitte der 1760er-Jahre wieder zu verschwinden. Während dieser eher kurzen Zeit muss sie eine eindrucksvolle Karriere gemacht haben.

Mechtilde Lichnowsky

Mechtilde Lichnowsky. In diesem Sommer habe ich eine Schriftstellerin wiederentdeckt und tauche tief hinein in ihre Welt. Denn der Zsolnay Verlag in Wien hat dankenswerterweise vor wenigen Monaten eine wunderschöne, vierbändige Werkausgabe herausgebracht und versammelt darin einige der wichtigsten Stücke von Mechtilde Lichnowsky, deren Bücher zuletzt kaum mehr greifbar waren, allenfalls noch antiquarisch.

Das Boudoir

Marie Antoinettes maulendes Boudoir. Bei dem Begriff „Boudoir“ sind der Phantasie üblicherweise keinerlei Grenzen gesetzt. Doch keine Angst! Hier geht es nicht um die Ausführungen des Marquis de Sade, der darin ein lasterhaftes Separee der Damenwelt sah mit der Empfehlung zu sado-masochistischen Praktiken.

Paula Modersohn-Becker

Seit vielen Jahren schon fasziniert mich die Malerei Paula Modersohn-Beckers. Die anrührenden Figuren, die erdigen Farben, der direkte Blick, der einen aus vielen Bildern heraus fixiert und die beinahe überall anzutreffende Verbindung zur Natur.

Lesen Sie hier mehr dazu …

Maria Theresia – böhmischen Königin

Maria Theresia – böhmischen Königin

Am 12. Mai 1743 wird Maria Theresia, mitten im Österreichischen Erbfolgekrieg, zur böhmischen Königin gekrönt. Ihr Verhältnis zu Böhmen war allerdings immer ein kompliziertes, da die Böhmen Karl Albrecht von Bayern unterstützt hatten.

Constanze Nissen, verwitwete Mozart

Constanze Nissen, verwitwete Mozart

Constanze (1762–1842), die Ehefrau Wolfgang Amadeus Mozarts, fristet in den meisten unserer Köpfe ihr Leben nur an der Seite ihres berühmten Ehemannes. Jedoch war sie bei dessen Tod im Jahre 1791 noch keine 30 Jahre alt und sollte noch über 50 Jahre leben. Wie ging es für sie weiter nach Wolfgangs Tod?

Emy Roeder

Emy Roeder

Emy Roeder wurde 1890 in Würzburg geboren. Früh beginnt sie Interesse an der Bildhauerei zu zeigen und wird 22jährig Schülerin von Bernhard Hoetger, mit dem sie an den Reliefs des Platanenhains der Darmstädter Mathildenhöhe arbeitet. Ab 1914 lebt sie in Berlin, heiratet den Kollegen Herbert Garbe und wird Mitglied der avantgardistischen »Novembergruppe«.

Irma Stern

Irma Stern

Irma Stern wurde 1894 in Südafrika, im Ort Schweizer-Reneke, als Tochter deutsch-jüdischer Auswanderer geboren. Mit harter Farmarbeit hatte sich die Familie emporgearbeitet, musste jedoch während des 2. Burenkrieges nach Kapstadt fliehen und 1901 schließlich nach Deutschland zurückkehren. Hin und her ging es in den folgenden Jahren zwischen diesen beiden Wohnsitzen, und Irma fühlte sich ständig entwurzelt.

mehr lesen
Misia Sert

Misia Sert

Misia Sert, das reiche, mal glückliche, mal unglückliche, in Polen geborene Kind, saß beim alten Liszt auf dem Schoß, musizierte mit Grieg und Fauré, hat dreimal geheiratet und durch das Geld ihrer Ehemänner die damalige Kunstszene äußerst großzügig unterstützt. Sie wurde von vielen Malern der Zeit porträtiert, Komponisten widmeten ihr ihre Werke, und Schriftsteller ließen sie in Romanen und Theaterstücken aufleben.

mehr lesen
Fanny Elßler

Fanny Elßler

Auch Fanny Elßler (1810-1884) stammt aus einer künstlerisch orientierten Familie. Ihr Großvater und ihr Vater waren Leibkopisten bei Joseph Haydn, der Vater arbeitete gar als Haydns Kammerdiener bis zu dessen Tod 1809. Gemeinsam mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Therese erhielt Fanny ersten Unterricht beim damals sehr bekannten Horscheltschen Kinderballett im Theater an der Wien.

mehr lesen
Gertrud Arndt – frühe Selfies

Gertrud Arndt – frühe Selfies

Vor mir auf dem Schreibtisch liegt eine alte Eintrittskarte aus dem Jahr 2022: zwei seltsame Augen blicken aus dem schwarzen Hintergrund heraus: The milk of dreams – Biennale di Venezia. Eine Fülle spannender Kunst war zu sehen, aber am stärksten hat mich diesmal die Künstlerin Gertrud Arndt beeindruckt, von der ich zuvor nie gehört hatte.

mehr lesen
Die Frauen der Familie Boulanger

Die Frauen der Familie Boulanger

Die Frauen der Familie Boulanger. Drei besonders musikalische Frauen gab es in der Familie Boulanger. Eine hieß Marie-Julie, war eine geborene Halligner und die Großmutter der anderen beiden wesentlich bekannteren mit Namen Nadia und Lili.

mehr lesen
Kaiserin Elisabeth wird ermordet

Kaiserin Elisabeth wird ermordet

Kaiserin Elisabeth wird ermordet. Im September 1898 reist Elisabeth für mehrere Wochen in die Schweiz. In Genf steigt sie im Hotel Beau Rivage ab. Durch eine Indiskretion erscheint am nächsten Tag in der Zeitung die Meldung, dass die Kaiserin von Österreich in diesem Hotel logiere.

mehr lesen
Frauen in der Musik

Frauen in der Musik

Frauen in der französischen Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. Natürlich, durch ihre Geburt als Mädchen waren sie in vielen Bereichen des Lebens per se benachteiligt. Man wird jedoch auch lesen können, dass es Ausnahmen gab. Und ganz deutlich muss gesagt werden: Der Berufswunsch „Musiker“ sorgte in vielen bürgerlich-konservativen Familien der damaligen Zeit auch bei Söhnen nicht unbedingt für Begeisterungsstürme – da hat sich bis heute vermutlich nur wenig geändert.

mehr lesen
Tina Modotti

Tina Modotti

Assunta Adelaide Luigia Modotti Mondini wurde 1896 in Undine geboren, der schönen Stadt im Friaul. Ob sie von dieser Schönheit etwas wahrnehmen konnte ist ungewiss. Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen und obwohl die kleine Assunta eine gute Schülerin war, musste sie schon zwölfjährig als Näherin arbeiten …

mehr lesen
Consuelo de Saint-Exupéry

Consuelo de Saint-Exupéry

Meine Lesereise mit dem kleinen Prinzen beginnt irgendwann Ende der 60er-Jahre mit einer »Hör-Reise«: Unter den Schallplatten meiner Mutter fand ich die Hörfassung des Buches, eingelesen vom großartigen französischen Schauspieler Gérard Philippe (1922–1959). Ich hörte mir diese Schallplatte an – wie schön war doch diese Stimme .

mehr lesen
Cléo de Mérodes

Cléo de Mérodes

Cléopatre-Diane de Mérode (1875-1966), wie sie mit vollem Namen hieß, war eine französische Ballerina und Varietétänzerin. Geboren wurde sie 1875 und war bald eine der vielen Schönen im Paris der Jahrhundertwende.

mehr lesen
Marie Taglioni

Marie Taglioni

Marie Taglioni (1804-1884) wurde väterlicherseits in eine bekannte italienische Großfamilie voller Tänzer und Choreografen hinein-geboren. Die Familie ihrer schwedischen Mutter, selbst auch Balle-rina, bestand hauptsächlich aus Malern und Musikern. Marie kam in Stockholm zur Welt, wo ihr Vater Filippo Taglioni eine Anstellung als Erster Tänzer und Ballettmeister am Königlichen Opernhaus hatte.

mehr lesen
Maria Karolina – die italienische Maria Theresia

Maria Karolina – die italienische Maria Theresia

Ganz wie ihre Schwester Maria Antonia – die spätere Marie Antoinette – war es auch Maria Karolinas Schicksal, von ihrer Mutter zur Bündnisstärkung der Habsburger mit den Bourbonen eingesetzt zu werden. Passend dazu wurde die Charlotte gerufene Habsburgerin auch gemeinsam mit Maria Antonia erzogen.

mehr lesen
Kaiserin Maria Ludovica – Des Dichters unverrückbare Muse

Kaiserin Maria Ludovica – Des Dichters unverrückbare Muse

Obwohl Mädchen im 18. Jahrhundert meist wenig mehr als ein bisschen Konversation, Musikalität und eben noch Sprachen lernten, mag sich hier – denn über den genauen Inhalt des Unterrichts ist wenig bekannt – bereits Maria Ludovicas klare Auffassungsgabe und klare politische Linie ausgebildet haben, auf die wir später noch einmal zu sprechen kommen werden. Die deutsche Sprache beherrschte Maria Ludovica übrigens nie ganz fehlerlos, was ihrer Korrespondenz jedoch einen gewissen nonkonformen Anstrich gab.

mehr lesen
Christine de Pizan

Christine de Pizan

Keine andere Frau des Spätmittelalters ist so umfangreich dokumentiert wie Christine de Pizan. Zudem hinterlässt sie in ihren Schriften viele Hinweise zur Lebensführung der städtischen Frauen jener Zeit. Entscheidend für die Entwicklung sowie die Entstehung der persönlichen Freiheit der Stadtbewohner – sowohl in Groß- wie in Kleinstädten – war ihre Auflehnung gegen die feudalen Stadtherren.

mehr lesen
Johanna Müller-Hermann

Johanna Müller-Hermann

Kennen Sie die Komponistin Johanna Müller-Hermann? Nein? Aktuell verwundert das nicht sehr, zu ihren Lebzeiten war das anders und mit Hilfe dieses Beitrages soll auf ihre Musik neugierig gemacht werden. Am 19. März 1930 kündigte die Tageszeitung »Wiener Journal« an, dass am selben Abend im vierten ordentlichen Gesellschaftskonzert der Gesellschaft der Musikfreunde ein Werk von »Johann Fr. Müller-Hermann« uraufgeführt wird. Ein erstes Indiz, dass Komponistinnen ein bisschen suspekt waren.

mehr lesen
2. Die Kinder im Haushalt

2. Die Kinder im Haushalt

Siebzehn Kinder gehörten zur Familie von Anna Magdalena Bach. Diese Kenntnis kann leicht dazu führen, ihre Aktivitäten als vorgegeben zu betrachten. Müssen sich ihre Kräfte nicht in deren Betreuung, dem täglichen Kochen und den Reinigungsarbeiten erschöpft haben? Doch das sollte etwas genauer betrachtet werden.

mehr lesen
1. Wie sah Anna Magdalena Bach aus?

1. Wie sah Anna Magdalena Bach aus?

Die Antwort auf die in der Überschrift gestellten Frage fällt recht ernüchternd aus: Es ist heute nicht mehr bekannt, wie Anna Magdalena Bach aussah. Alle Abbildungen, die sie in Publikationen oder im Internet angeblich darstellen, sind mehr oder weniger hübsche Illustrationen, aber nicht authentisch.

mehr lesen
Gertraud Rostosky

Gertraud Rostosky

Gertraud Rostosky wurde 1876 in Riga in eine, wie wir heute sagen würden, bildungsnahe Familie geboren. Der Vater war Buchhändler, der Onkel Maler, die Mutter musisch und vor allem sozial begabt.

mehr lesen
Wilhelmine von Bayreuth

Wilhelmine von Bayreuth

Wilhelmine war die Tochter des Königs Friedrich Wilhelm I. von Preußen, des sog. »Soldatenkönigs« und der Königin Sophie Dorothea. Sie wurde als Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen geboren. Sie ist die älteste Schwester von Friedrich dem Großen. Schon in Kinderjahren bekam sie eine umfassende musikalische Ausbildung. So berichtete ihre Mutter in ihren Briefen, dass Wilhelmine bereits mit 6 Jahren auf Schloss Monbijou mit dem Cembalo konzertierte.

mehr lesen
Anna Pawlowa

Anna Pawlowa

Anna Pawlowa hatte keinen leichten Start ins Leben. Sie kam zu früh zur Welt, war während ihrer Kindheit ständig kränklich und wuchs schließlich auf dem Lande bei der Großmutter auf. Ihre Begeisterung fürs Ballett entdeckte sie, als ihr die Mutter, trotz sehr geringem Einkommens, den Besuch einer Aufführung von Dornröschen im Petersburger Mariinski-Theater spendierte.

mehr lesen
Kaiserin Maria Anna

Kaiserin Maria Anna

Maria Anna von Sardinien-Piemont musste 27 Jahre werden, ehe sie im Jahre 1831 ein Mann zur Frau nahm. Ein für den Heiratsmarkt hochbetagtes Alter, galt man doch im 19. Jahrhundert – in Adelskreisen, wohlgemerkt – oft schon mit Anfang 20 als alte Jungfer

mehr lesen
Isabella von Bourbon-Parma

Isabella von Bourbon-Parma

Das Leben der Isabella von Bourbon-Parma, der großen Liebe Kaisers Josef II. Erfahren Sie hier mehr über ihr tragisches Schicksal. In den kommenden Monaten möchte ich Ihnen von ausgewählten Habsburgerinnen erzählen, die entweder durch Geburt oder Heirat in eine der bekanntesten Dynastien der Weltgeschichte eintraten, und es verdient haben, dass man sich ihrer gebührend erinnert.

mehr lesen
Die Puppenfürstin

Die Puppenfürstin

Selten kommt es bei adeligen Paaren aus der frühen Neuzeit vor, dass die Ehefrau den Ehemann in den Schatten stellt – zumindest posthum. Bei den Eheleuten Auguste Dorothea und Anton Günther II. von Schwarzburg Arnstadt liegt die Sache ein wenig anders.

mehr lesen
Die Geschichte der Fraueninsel

Die Geschichte der Fraueninsel

Drei Inseln finden sich in Bayerns größtem Gewässer, dem Chiemsee: Die Herreninsel, einst Sitz eines Augustinerklosters und berühmt durch sein prächtiges Schloss des „Märchenkönigs“ Ludwigs II., die Krautinsel, die bis heute unbewohnt blieb und immer als Gemüsegarten und Viehweide diente – und die Fraueninsel, geprägt durch das älteste Benediktinerinnenkloster der Welt.

mehr lesen
Emilie Mayer

Emilie Mayer

Emilie Mayer ist wahrscheinlich die erste Berufskomponistin. In zeitgenössischen Rezensionen wurde sie als „weiblicher Beethoven“ gefeiert. Trotzdem ist die deutsche Komponistin Emilie Mayer heute wenig bekannt. Ende der 1980er Jahren beginnt man sich durch den Aufsatz von Martina Sichard (Auf den Spuren einer vergessenen Komponistin) an diese herausragende Komponistin wieder zu erinnern. Eine umfangreiche Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk Emilie Mayers ist die im Peter Lang Verlag 2003 erschienene Dissertation von Almut Runge-Woll.

mehr lesen
Der Leiermann

Nur eine E-Mail !

Erhalten Sie unseren Newsletter und lesen Sie Interessantes aus der Welt der Kunst und Kultur, Beiträge aus der Geschichte und immer das Neueste vom Leiermann.
Zur Anmeldung
close-link

Pin It on Pinterest