Am 8. November 1620 entschied sich auf einem unspektakulären Hügel vor Prag die Zukunft Böhmens. Während der Frost durch die Stiefel der Soldaten drang, zerbrach ein Königreich. Erfahren Sie, warum diese kurze Schlacht mehr war als ein Gefecht – sie war das Ende einer politischen Weltordnung.
Kategorie
Geschichte
Theodor Fontane und der Kaffee
»Schwarz wie der Teufel, süß wie die Sünde« – Theodor Fontane war nicht nur ein Meister der preußischen Prosa, sondern auch ein Genießer. Warum man seine Romane heute wieder lesen sollte und was den märkischen Adel mit dem Kaffee verbindet, erfahren Sie hier.
Maria-Theresia-Kaffee
Maria Theresia war nicht nur eine der mächtigsten Frauen Europas, sondern auch eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin. Dieser Text erzählt von Anekdoten, Alltag und kleinen menschlichen Momenten der Herrscherin – und davon, wie ihr Name bis heute in einem Wiener Kaffee weiterlebt.
Von Salz und Seeschlachten – Handel und Konflikte der Hanse
Im Sommer 1669 tagte in Lübeck zum letzten Mal die Hanse. Nur noch drei Städte kamen – Lübeck, Hamburg und Bremen. Die großen Kontore waren geschlossen, die Macht vergangen.
Was blieb, war ein Name – und die Erinnerung an eine Zeit, in der Verträge stärker waren als Schwerter.
Die Hanse – Aufstieg eines Städtebundes
Die Hanse war kein Staat, kein Reich und doch ein Machtfaktor, der Könige erzittern ließ. Ein Bund von Städten, verbunden durch Handel, Vertrauen und das Meer.
Von Lübeck bis London, von Brügge bis Nowgorod spannte sich ein Netz, das Nordeuropa über Jahrhunderte prägte.
Heute erinnern Speicherhäuser und Hafenmauern an jene Zeit, in der Verträge mehr galten als Schwerter – und Handelspolitik zu einer Kulturleistung wurde.
Der Rattenfänger von Hameln
Die Geschichte des Rattenfängers zeigt, wie eng Musik und Macht verbunden sein können. Die Flöte ist nicht nur ein Instrument der Schönheit – sie kann auch zur Metapher für Verführung und Verlust werden.
Friedrich der Große und die Flöte
Friedrich der Große war nicht nur König und Feldherr, sondern auch leidenschaftlicher Flötist. Erfahren Sie mehr über seine Musik und Sanssouci
Der Altweibersommer – die fünfte Jahreszeit
Altweibersommer von Anja Weinberger Der Altweibersommer ist eine besondere Zeit: Die Luft wird klarer, das Licht legt sich golden über die Landschaft, und feine Spinnfäden schweben silbern glitzernd durch die Luft. Es ist der stille Übergang vom Spätsommer in den...
Diane de Poitiers – die ewige Schöne am französischen Hof
Diane de Poitiers war die große Favoritin Heinrichs II. – schön, klug und einflussreich. Als Geliebte, Beraterin und Bauherrin von Chenonceau prägte sie Frankreichs Renaissance. Ihre Schönheit, ihre Disziplin und ihr politisches Geschick machten sie zur ewigen Schönen am französischen Hof – zwischen Historie und Legende.
Der Musketier
Auch wenn sich die Welt von Jahr zu Jahr immer schneller zu drehen scheint und wir immer größere Teile unserer Geschichte verlieren, so wird doch immer dort, wo sich ein paar Knaben mit hochrotem Kopf und ein paar Stöcken gegenüberstehen, dieser Ruf schmetternd wie ein Fanfarenstoß durch die Jahrhunderte gellen. Und immer wieder wird sich der Musketier des Königs aus dem Staub erheben, Mief und Moder aus seiner Kleidung klopfen und, die Hand am Knaufe seines Degens, Ausschau nach neuen Abenteuern halten
Die Puppenfürstin
Selten kommt es bei adeligen Paaren aus der frühen Neuzeit vor, dass die Ehefrau den Ehemann in den Schatten stellt – zumindest posthum. Bei den Eheleuten Auguste Dorothea und Anton Günther II. von Schwarzburg Arnstadt liegt die Sache ein wenig anders.
Die Mannheimer Schule
Die Mannheimer Schule – das Symphonieorchester der Zukunft entsteht. Genau 35 Jahre lang war die Kurpfalz und die Stadt Mannheim also eine der führenden Musikzentren Europas. Der große finanzielle und ideelle Einsatz von Karl Theodor, seinen Musikern und Schauspielern klingt bis heute nach.
Ballets Russes
Les Ballets Russes – eine sehr persönliche Einführung in dieses wichtige Kapitel der europäischen Kulturgeschichte. Paris in der „Belle Époche“ und den darauf folgenden „Années Folles“ – also den verrückten Jahren. Was muss das für eine ungewöhnliche Zeit gewesen sein. Selten entstand so viel Neues, pulsierte das Leben so vielfältig und auf so engem Raum.
Caritas Pirckheimer
Als Barbara Pirckheimer, die spätere Caritas Pirckheimer, am 21. März 1467 in Eichstätt zur Welt kommt, stirbt in Ulm gerade der große deutsche Bildhauer Hans Multscher (1400-1467), der italienische Frührenaissancemaler Vittore Carpaccio (1465-1525/26) ist zwei Jahre alt, und bis zur Geburt von Albrecht Dürer (1471-1528), Martin Luther (1483-1546) und Barbaras Bruder Willibald Pirckheimer (1470-1530) werden noch einige wenige Jahre vergehen.
Barockmusik – auch in Frankreich
Barockmusik – auch in Frankreich. Die damals – also Mitte des 17. Jahrhunderts – in unserem Nachbarland Frankreich moderne Traversflöte hatten einen volleren Klang als ihre Renaissance-Vorgänger. Und schnell erkannten die einheimischen Komponisten der Zeit hierin neue Möglichkeiten. Marin Marais und Jean-Baptiste Lully waren die Ersten.
Die Eiserne Krone
Fast noch im Schatten von Mailand liegt die Stadt Monza, etwa 25 Kilometer nördlich der lombardischen Hauptstadt und eingebettet in das Flusstal des Lambro. Die Gemeinde zählt heute an die 125.000 Einwohner und ist seit 2009 Hauptort der Provinz Monza und Brianza.
Römische Geschichte 1
Jeder mächtige Fluss beginnt einmal als kleine Quelle. Bevor also alle Wege nach Rom führen sollten, erlebte die ewige Stadt am Tiber eine wechselvolle Geschichte. Mehr als einmal stand die Zerstörung Roms in diesen frühen Jahrhunderten unmittelbar bevor. Lange Zeit wies nichts darauf hin, dass die kleine Bauernsiedlung einmal Herrin dutzender Provinzen und Völker sein sollte.
Bier versus Wein
Die Römer brachten ihren Lebensstandard mit in die Region – Wein und Olivenöl, Theater und Thermen. Die keltischen Ureinwohner vermischten sich mit der Zeit mit den romanischen Siedlern. Im dritten Jahrhundert nach Christus geriet das Imperium dann jedoch in eine ausgewachsene Reichskrise, und Süddeutschland wurde von einer Katastrophe heimgesucht, welche die Geschichte des Landstriches über Jahrhunderte prägen sollte.
Albertus Magnus
Es gibt viele Orte, die man mit Albert in irgendeiner Weise in Verbindung bringen kann. Geboren wurde er um 1200 im schwäbischen Städtchen Lauingen als Sohn eines niedrigen Adligen. Sehr viel, was an diese Persönlichkeit der europäischen Kulturgeschichte erinnern könnte, findet man dort nicht.
Der Hellenismus
Der Hellenismus ist im heutigen Bewusstsein nicht so tief verankert wie das Weltreich der Römer oder die großen Leistungen des klassischen Griechenlands. Doch gerade diese Epoche überrascht durch ihr überreiches kulturelles Leben.
Im Würzburger Liebesgärtlein
Diese Geschichte verdanke ich einer lieben jungen Bekannten. Gemeinsam mit ihrer Freundin besuchte sie den Grashof des Kreuzgangs im Würzburger Neustift, das sogenannte Lusamgärtlein, ein kleines, romantisch abgeschirmtes Geviert, das von den Einheimischen zärtlich das Liebesgärtlein genannt wird.
Mehr Bücher als Untertanen
Als Herzog August am 17. September 1666 starb, hinterließ er der Nachwelt eine der größten Bibliotheken Europas. Wolfenbüttel, die kleine Residenzstadt des Herzogs in der niedersächsischen Provinz, konnte es, gemessen an der Zahl der Bücher, mit Paris, London, Wien und dem Vatikan aufnehmen.
Tulpenfieber!
Allmählich freuen wir uns auf warme Temperaturen, Sonnenschein und laue Frühlingsbrisen. Es dauert auch nicht mehr lange und die ersten Narzissen, Hyazinthen und Tulpen zeigen ihre bunten Kelche auf festen Stilen, gesäumt von langen grünen Blättern.
Die Bronzezeit im Mittelmeerraum
Die Antike im Mittelmeerraum und damit auch dem Nahen Osten, in Nordafrika und Europa dauerte von circa 800 vor Christus bis etwa 600 nach Christus. Der Begriff des Altertums ist weitgehend deckungsgleich mit der Antike, setzt jedoch meist noch einmal deutlich früher an und umfasst mitunter die Zeit vom vierten Jahrtausend vor Christus bis 600 nach Christus, also grob die Jahrhunderte zwischen Steinzeit und Mittelalter.
Kaiser Friedrich III.
Am 20. September 1415 wird der letzte vom Papst in Rom gekrönte Kaiser geboren: Kaiser Friedrich III. Warum er heute auch als „des Reiches Erzschlafmütze“ bekannt ist, schauen wir uns im heutigen Beitrag an.
Der vergessene Garten
Ein bisschen verhält es sich mit diesem Garten wie im Märchen vom Froschkönig. Man muss den garstigen Frosch erst küssen, sprich, sich auf diesen Ort einlassen, bevor er nach und nach seine Geheimnisse preisgibt. Es ist das Verdienst der Eichstätter Künstlerin Li Portenlänger, dieses lange vergessene Juwel wieder ans Licht und ins Bewusstsein gebracht zu haben.
Verspieltes Wien
Wien wäre nicht Wien, wenn sich nicht auch beim vergnüglichen Spielen einige Tücken verbergen würden. In diesem Kapitel sehen wir uns anhand von drei Beispielen an, welchen Spielen die WienerInnen in der Vergangenheit frönten und womit dieses lustige Treiben in Verbindung gebracht werden kann: Spielschulden, Kerker, Religionskonflikten und dem Rotlichtmilieu.
Ein Brief an den Kaiser
Nach seiner Abreise vom Reichstag in Worms schrieb Luther einen Brief an Kaiser Karl V., in dem er die Gründe erläuterte, warum er nicht widerrufen hatte. Das handschriftliche Original, das sich im Wittenberger Lutherhaus befindet, ist nicht nur ein authentisches Zeugnis der Reformation, sondern auch ein Dokument der Freiheit und Mündigkeit.
Willibald von Eichstätt
Ruhig ist es hier, Heidenheim liegt abseits der Touristenströme, Besucher kommen nur wenige. Von dem ursprünglichen, frühmittelalterlichen Kloster und der dazugehörigen einstigen Kirche finden sich keine Spuren mehr, nur noch im Heidenbrünnlein sprudelt unter alten Bäumen das Wasser so wie um das Jahr 750, als hier ein neuer, die Zeiten und die Gegend prägender Strom an Wissen gespeist wurde.
Die Frühzeit Österreichs
Über die Frühzeit in Österreich wissen wir verhältnismäßig wenig, da es noch keine schriftlichen Quellen gab. Deshalb sind wir auf archäologische Funde angewiesen, die uns mehr über die Vergangenheit zeigen können.
Ostrom und des Byzantinische Reich
Das Byzantinische Reich erzeugt in unseren westeuropäischen Köpfen sofort Bilder: prachtvoll gekleidete Kaiser, mächtige Kuppeln und leuchtende Mosaiken, aber auch Dekadenz und Intrigen. Doch arg viel mehr gibt unsere klassische Schulbildung leider oft nicht her. Das geheimnisvolle und sagenhaft reiche Byzanz erscheint für uns weit weg –
Völkerwanderung im süddeutschen Raum
Im Jahr 15 vor Christus fand der zehnjährige Alpenfeldzug des römischen Kaisers Augustus sein Ende. Seine Stiefsöhne Tiberius und Drusus hatten zahlreiche Völker in und um die Alpen unterworfen und die Gebiete in das wachsende Imperium eingegliedert. Das Voralpenland romanisierte sich in den folgenden Jahrzehnten, es wurden Straßen, Lager und Siedlungen erbaut.
Die Fossa Carolina
Fossa Carolina, das Kanalbauprojekt Karls des Großen, war eine befahrbare Verbindung zwischen Donau und Rhein. Schwalben sausen über die ruhige Wasserfläche eines aufgestauten Weihers, Libellen tanzen in der Luft. Im Schatten hoher Bäume wandern wir auf einem Damm und blicken hinunter auf die unbeweglich daliegende Wasserfläche eines alten Kanals.
Römische Geschichte 2
Spricht man vom Römischen Reich, so ist meistens die frühe und hohe Kaiserzeit gemeint. Das Imperium war nun auf dem Höhepunkt seiner Macht und beherrschte den gesamten Mittelmeerraum. Von England bis Ägypten und von Spanien bis Syrien waren die Länder und Völker Provinzen und Untertanen des Kaisers in Rom.
Römische Geschichte 3
Nach siebenhundert Jahren der Republik und dreihundert Jahren des Prinzipats begann für das Römische Reich eine neuer, aber auch letzter Abschnitt. Die klassische Geschichtsschreibung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sah in dieser Aufteilung die mustergültige Abfolge vom Aufstieg, der Blütezeit und dem Niedergang verwirklicht.
Der Orden der Guttempler
Der Orden der Guttempler im Deutschen Kaiserreich und ihr „Kreuzzug gegen die Trunkenheit“ – Vor über 700 Jahren nahm der legendäre Orden der Tempelritter mit dem Feuertod seines letzten Großmeisters im Jahr 1314 ein jähes Ende. Die mittelalterlichen Templer und ihre Kreuzzüge erfreuen sich jedoch bis heute einer unglaublichen Popularität.
Der Hof kehrt zurück
Was Jahrhunderte lang keinem Eroberer geglückt war, das gelang Napoleon Bonaparte – er nahm die Kaiserliche Haupt- und Residenzstadt Wien ein. Doch schon zuvor hatte der Kaiserhof die Stadt verlassen, um etwas mehr als zwei Monate später triumphal zurückzukehren
Der Friedensplan des Heinrich Rantzau
Bekannt ist Heinrich Rantzau als Humanist und Mäzen, als Politiker und als einer der reichsten Männer des Nordens. Weniger bekannt ist, dass er einen Friedensplan entwarf, der seiner Zeit weit voraus war. Der Plan basierte auf dem Grundsatz der Glaubens- und Gewissensfreiheit und verfolgte das Ziel, einen dauerhaften Frieden in ganz Europa zu stiften. Er gilt als einer der kühnsten politischen Entwürfe der frühen Neuzeit.
Gang nach Canossa
Fast jeder kennt das Zitat vom Gang nach Canossa. Aber woher kommt es eigentlich und was ist der historische Hintergrund dieses Ausspruches? Mit dem Zitat »ein Gang nach Canossa« wird noch heute ein als demütigend empfundener Bittgang bezeichnet, zu dem man durch äußere Umstände gezwungen wird.
Die Herrschaft der Babenberger
Um 1012 soll sich die legendenhafte Geschichte vom Heiligen Koloman zugetragen haben: Koloman war ein irischer Pilger, der verdächtigt wurde, ein Spion zu sein, weil er die Landessprache nicht sprach. Man erhängte ihn bei Stockerau an einem Holunderbusch. Da der Leichnam nicht verweste, glaubte man an ein Wunder und brachte die Gebeine Kolomans nach Melk. Von 1244-1663 war er Schutzpatron von Österreich ob und unter der Enns, obwohl er nie heiliggesprochen worden war.














