Literatur

Der Steppenwolf

Warum wird Hermann Hesse oft als Autor der Jugend bezeichnet? Wo er doch viel mehr ist und uns auf allen Stufen viel Wichtiges zu sagen hat. Der Steppenwolf war das erste „richtige“ Buch, das ich in meiner Jugend las. Ich weiß noch genau, wie es mir ein Banknachbar unter dem Tisch zuschob und dabei flüsterte, dass ich diesen Band unbedingt lesen müsse, denn darin sei „die Wahrheit“.

Michael Ende

Am 1. September 1995 erklingt der „Reigen seliger Geister“ auf Münchens Waldfriedhof: In Glucks Oper „Orpheus und Euridike“ sind es wundersame Wesen, die frei und leicht den eintretenden Orpheus in ihrer Welt begrüßen. Es war der Wunsch von Michael Ende, dass dies das letzte Musikstück der Trauerfeier sein sollte. Dem musikalisch begabten Orpheus, so will es die Sage, gelingt es, die eigentlich unüberwindbare Grenze zwischen Leben und Tod zu überwinden, um seine Geliebte zurückzugewinnen.

Sonett aus »Romeo und Julia«

William Shakespeare, der Dichter, an dem auch 2022 kein Leser vorbeikommt, schrieb unter anderem seine berühmten 154 Sonette, die den Höhepunkt einer Entwicklung darstellen, die mit Petrarca ihren Anfang nahm. Weniger bekannt ist, dass er die Sonettform auch in einige seiner Theaterstücke einfließen ließ, reizvollerweise natürlich in zum jeweiligen Stück passenden Tonfall.

Charles Dickens

Geboren wurde der viktorianische Literatur-Superstar 1812 in der Nähe von Portsmouth, verbrachte aber den größten Teil seiner Kindheit in London. Sein Vater, ein Angestellter mit höheren Ambitionen, ging mit seinem verdienten Geld zu locker um und landete im Schuldengefängnis. Der erst zwölfjährige Charles musste die Schule verlassen und in einer Fabrik für Schuhputzmittel arbeiten. Dieses Erlebnis hat ihn sehr belastet und gedemütigt, lebenslang klang die Schmach seiner Jugend in seinen Werken durch.

Michael Ende

Michael Ende

Am 1. September 1995 erklingt der „Reigen seliger Geister“ auf Münchens Waldfriedhof: In Glucks Oper „Orpheus und Euridike“ sind es wundersame Wesen, die frei und leicht den eintretenden Orpheus in ihrer Welt begrüßen. Es war der Wunsch von Michael Ende, dass dies das letzte Musikstück der Trauerfeier sein sollte. Dem musikalisch begabten Orpheus, so will es die Sage, gelingt es, die eigentlich unüberwindbare Grenze zwischen Leben und Tod zu überwinden, um seine Geliebte zurückzugewinnen.

Sonett aus »Romeo und Julia«

Sonett aus »Romeo und Julia«

William Shakespeare, der Dichter, an dem auch 2022 kein Leser vorbeikommt, schrieb unter anderem seine berühmten 154 Sonette, die den Höhepunkt einer Entwicklung darstellen, die mit Petrarca ihren Anfang nahm. Weniger bekannt ist, dass er die Sonettform auch in einige seiner Theaterstücke einfließen ließ, reizvollerweise natürlich in zum jeweiligen Stück passenden Tonfall.

Charles Dickens

Charles Dickens

Geboren wurde der viktorianische Literatur-Superstar 1812 in der Nähe von Portsmouth, verbrachte aber den größten Teil seiner Kindheit in London. Sein Vater, ein Angestellter mit höheren Ambitionen, ging mit seinem verdienten Geld zu locker um und landete im Schuldengefängnis. Der erst zwölfjährige Charles musste die Schule verlassen und in einer Fabrik für Schuhputzmittel arbeiten. Dieses Erlebnis hat ihn sehr belastet und gedemütigt, lebenslang klang die Schmach seiner Jugend in seinen Werken durch.

Der Hase mit den Bernsteinaugen

Der Hase mit den Bernsteinaugen

Im Paris der Belle Epoque hat Charles, ein Cousin des Urgroßvaters Viktor von Ephrussi, wenig Sinn für das Bankgeschäft; er überlässt dies lieber seinen Brüdern und geht seiner Leidenschaft, der Kunst, nach. Er wird zum Kunstliebhaber, Sammler und einflussreichen Kunstmäzen. Er schreibt kunsthistorische Bücher, begegnet Künstlern wie Renoir, Degas, Sisley, Pissarro, Manet und vielen anderen; Renoir hat ihn auf dem berühmten Gemälde „Das Frühstück der Ruderer“ porträtiert.

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Hesse

Hesse

Hermann Hesse, der schon als 13-Jähriger »entweder ein Dichter oder gar nichts werden« wollte schrieb Zeit seines Lebens auch Gedichte. Aber es stimmt, dass ich mit Poesie meist überfordert bin und mich dann schnell langweile. Es ist die gedrängte Sprache und die Dichte der Bilder und Gefühle, die sie transportieren, die mir als Liebhaber weitschweifiger Prosa das Gefühl geben, dass hier zu viel in zu kurze Zeit gedrängt wird.

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Gedanken zum »Leiermann«-Jahr 2023

Gedanken zum »Leiermann«-Jahr 2023

Am Ende müssen wir zugeben, dass wir uns auch ein Stück weit selbst finden, indem wir schreiben, sei es über uns oder über andere. Ist dies nicht unser aller Hauptmotivation, die wir »Kleinen« mit den »Großen« der schreibenden Zunft teilen (ohne überheblich klingen zu wollen)?

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Schnee von Gestern

Schnee von Gestern

Der „Schnee vom vergangenen Jahr“ (les neiges d’antan) ist ein Ausdruck, der auf François Villon mit seiner „Ballade des dames du temps jadis“ zurückgeht. Villon war ein Kleinkrimineller aus dem 15 Jahrhundert, oftmals verurteilt und einmal nur knapp der Todesstrafe entgangen. Aber er war auch Dichter meist spöttischer, zumindest aber kritischer Balladen in oft sehr derber Ausdrucksweise, der posthum zu Ruhm und Anerkennung gelangt ist.

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Dort, wo man Bücher verbrennt

Dort, wo man Bücher verbrennt

Dieser Satz stammt bekanntlich von Heinrich Heine und wird heute vor allem im Zusammenhang mit dem Dritten Reich bemüht – verständlich, muten Heines Worte doch im Nachhinein geradezu prophetisch an. Aber Heine war kein Prophet, vielmehr erinnerte er an die lange Geschichte von politisch, ideologisch oder religiös motivierten Bücherverbrennungen. Das Zitat stammt aus seiner Tragödie Almansor (1823), die um 1500 zur Zeit der Vertreibung der Mauren aus Spanien spielt; der obige Satz nimmt Bezug auf die vom Bischof von Toledo im Jahre 1499 angeordnete Verbrennung von Büchern der islamischen Theologie.

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Kater Murr

Kater Murr

Eines Tages erzählte er voll Begeisterung von einem Buch, das die Welt aus der Sicht eines Katers schilderte. Und davon, wie sehr es ihn beeindruckt hatte und wie lustig es im Grunde war.

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Goethe

Goethe

Johann Wolfgang von Goethe – ein großer Name, der den meisten von uns in der Schule wahrscheinlich in Gestalt von Faust über den Weg gelaufen ist.
Doch Goethes Werk umfasst nicht nur die Geschichte um den sagenumwobenen Gelehrten, sondern auch viele andere bedeutende literarische Stücke, sowie naturwissenschaftliche und philosophische Betrachtungen.

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Als der Krieg Pause machte

Als der Krieg Pause machte

Der Weihnachtsfrieden von 1914 – als der Krieg Pause machte. Selbst heute, nach mehr als 100 Jahren und unzähligen weiteren militärischen Auseinandersetzungen, gilt der Christmas Truce, der Weihnachtsfrieden von 1914, als eine der wenigen wundersamen und die Seele heilenden Geschichten des Krieges.

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Eine Geschichte des Lesens

Eine Geschichte des Lesens

Egal ob wir uns hier mit Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Architektur, Philosophie, Literatur oder auch Musik beschäftigen wollen, sei es beruflich oder als sogenannte interessierte Laien – Lesen ist die Grundvoraussetzung, um an kulturelles Wissen und Informationen zu gelangen.

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Im Würzburger Liebesgärtlein

Im Würzburger Liebesgärtlein

Im Würzburger Liebesgärtlein. Als sie dort sind, erklärt gerade ein Fremdenführer einer Gruppe von Touristen die Sache mit den Blumen, die das ganze Jahr hindurch auf dem Stein liegen. Aber er deutet das Phänomen völlig anders! Nach seinen Ausführungen ist der besagte Stein die Gedenkstelle an irgendeinen mittelalterlichen Dichter, von dem die beiden jungen Frauen noch nie gehört haben: Walther von der Vogelweide.

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Unterm Birnbaum

Unterm Birnbaum

Theodor Fontane schrieb keinen klassischen Kriminalroman, sondern er schuf ein düsteres Gemälde, in dem er zeigt, was ein Verbrechen mit den Menschen macht und wie sehr es sie verändert. Bis zum bitteren Ende. Eines der wenigen Werke der Kriminalliteratur, das ich gelesen habe und uneingeschränkt empfehlen kann.

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Das Leben der Selma Lagerlöf

Das Leben der Selma Lagerlöf

Selma Lagerlöf (1858–1940) ist wohl eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Schwedens. Ihre kontrasteichen, von der mündlichen Erzähltradition geprägten Werke zählen zur Weltliteratur. Sie war die erste Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhielt und engagierte sich im großen Maße sozial und politisch.

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Victor Hugo – ein Denkmalschützer im 19. Jahrhundert

Victor Hugo – ein Denkmalschützer im 19. Jahrhundert

Die großen Gebäude sind gleich den großen Gebirgen ein Werk der Jahrhunderte. Oft wandelt sich die Kunst, während sie noch im Entstehen sind; die Arbeit wird im Sinn der neuen Zeit friedlich weitergeführt. Die verwandelte Kunst übernimmt das Werk, wie sie es findet, überkleidet es, paßt sich ihm an, führt es nach ihren Empfindungen weiter und bemüht sich, es zu vollenden.

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Die Eleganz des Igels

Die Eleganz des Igels

Muriel Barberys wunderbar einfühlsame Geschichte rund um eine Concierge, die so ganz anders ist, als jeder glaubt. Absolut zu empfehlen!

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»Es gibt so wunderweiße Nächte …«

»Es gibt so wunderweiße Nächte …«

Vor Weihnachten ist manchmal auch die Zeit, in der wir uns, wenn es draußen dunkel geworden ist, mit einer duftenden Tasse Tee (oder einem Glühwein) aufs Sofa oder in unseren Lieblingssessel verziehen, vielleicht das eine oder andere Kerzerl anzünden, leise Musik im Hintergrund laufen lassen – und einfach mal wieder Gedichte lesen.

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Hans Christian Andersen

Hans Christian Andersen

Hans Christian Andersen – das Leben eines der größten Märchenerzählers seiner Zeit. Eine Antwort auf die Frage: »Wer war der Mensch hinter dem hässlichen Entlein?«

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Rosegger Weihnacht

Rosegger Weihnacht

Eine der wohl schönsten Geschichten zur Weihnachtszeit – Peter Rosegger und sein Ankommen in „Der erste Christbaum in der Waldheimat.“

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Herr der Fliegen

Herr der Fliegen

William Golding sagte selbst über sein Buch: »Das Thema von Herr der Fliegen ist Trauer. Nichts als die schiere Trauer, Trauer, Trauer.« 

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Herr und Hund

Herr und Hund

Eine der schönsten Erzählungen von Thomas Mann. »Herr und Hund«, eine Geschichte über das Leben, die einen ganz unbekannten Thomas Mann zeigt.

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Radetzkymarsch

Radetzkymarsch

Joseph Roths berühmter Roman über die Familie Trotta. Die Geschichte dreier Generationen an Männern im österreichischen Habsburgerreich.

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Der Leiermann

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