Literatur

Selma Lagerlöf

Selma Lagerlöf (1858–1940) ist wohl eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Schwedens. Ihre kontrasteichen, von der mündlichen Erzähltradition geprägten Werke zählen zur Weltliteratur. Sie war die erste Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhielt und engagierte sich im großen Maße sozial und politisch.

Goethe

Johann Wolfgang von Goethe – ein großer Name, der den meisten von uns in der Schule wahrscheinlich in Gestalt von Faust über den Weg gelaufen ist.
Doch Goethes Werk umfasst nicht nur die Geschichte um den sagenumwobenen Gelehrten, sondern auch viele andere bedeutende literarische Stücke, sowie naturwissenschaftliche und philosophische Betrachtungen.

Victor Hugo – ein Denkmalschützer

Die großen Gebäude sind gleich den großen Gebirgen ein Werk der Jahrhunderte. Oft wandelt sich die Kunst, während sie noch im Entstehen sind; die Arbeit wird im Sinn der neuen Zeit friedlich weitergeführt. Die verwandelte Kunst übernimmt das Werk, wie sie es findet, überkleidet es, paßt sich ihm an, führt es nach ihren Empfindungen weiter.

Fast verschwundene Fabelwesen

Wir schreiben das Jahr 1862. Die einst schier unendlichen Weiten imposanter Bergwelten, geheimnisvoller Waldlandschaften und saftiger Wiesen fallen mehr und mehr den steigenden Bedürfnissen der Menschen zum Opfer. Naturräume schwinden. Magische Tierwesen werden immer seltener gesichtet. Nur wenige Menschen besitzen die Fähigkeiten ihre Spuren zu lesen.

Die Lotterie

Die Lotterie

Kurzbeschreibung: Auch 75 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung verliert die Kurzgeschichte Die Lotterie der US-Amerikanerin Shirley Jackson nicht an Relevanz. Eine Erzählung über Konformität, Brauchtum und Grausamkeit.

Als der Krieg Pause machte

Als der Krieg Pause machte

Der Weihnachtsfrieden von 1914 – als der Krieg Pause machte. Selbst heute, nach mehr als 100 Jahren und unzähligen weiteren militärischen Auseinandersetzungen, gilt der Christmas Truce, der Weihnachtsfrieden von 1914, als eine der wenigen wundersamen und die Seele heilenden Geschichten des Krieges.

Rosegger Weihnacht

Rosegger Weihnacht

Seit beinah zwanzig Jahren lese ich an jedem Heiligabend dieselbe Geschichte von Peter Rosegger, und ein jedes Mal aufs Neue muss ich dabei weinen. Dabei weiß ich nicht, ob sie mich nur deshalb so berührt, weil ich als Österreicher seine Geschichten fast mit der Muttermilch aufgesogen habe, oder ob es allen Menschen so geht.

Alle Farben der Welt

Alle Farben der Welt

Manchmal fallen dem passionierten Leser unerwartete, kleine Kostbarkeiten in die Hände. So erging es mir mit der Erzählung „Alle Farben der Welt“ von Giovanni Montanaro (*1983), einem jungen venezianischen Autor. Der Roman erschien im Original im Jahre 2012 und ein Jahr später in deutscher Übersetzung.

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Hans Christian Andersen

Hans Christian Andersen

Viele der Werke Andersens scheinen keine bewussten Schöpfungen zu sein, sondern vielmehr Volksmärchen, die aus dem Dunkel der Zeit zu uns sprechen. Dabei sind Märchen wie»Das hässliche Entlein« oder »Die kleine Meerjungfrau« sublime Kunstwerke, die vor nicht einmal 200 Jahren entstanden sind.

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Ludwig Ganghofer

Ludwig Ganghofer

Juli 1920: Ludwig Thoma, der bayerische Schriftsteller, in den Wirren nach dem Ende des ersten Weltkriegs selbst zum politischen Irrläufer geworden, längst publizistisch geifernd gegen die Republik, hält auf dem Friedhof in Rottach-Egern die Grabrede auf seinen plötzlich verstorbenen Freund, Ludwig Ganghofer. Das Grab gleich daneben sichert sich Thoma und nur ein Jahr später wird er tatsächlich dort bestattet.

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Das Bildnis des Dorian Gray

Das Bildnis des Dorian Gray

Ist es heute nicht seltsam leicht geworden, sich hinter einer Maske zu verbergen? Durchs Leben zu laufen, ohne jemals wirklich man selbst zu sein?
Denn wichtig ist nicht mehr, wer wir sind. Wichtig scheint nur noch, wen wir darstellen.
Und so werden wir langsam zu den Masken, die wir tragen.
Ein jeder von uns.
Bis wir niemand mehr sind.

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Adalbert Stifter

Adalbert Stifter

Adalbert Stifter (1805-1868) wächst als einfacher Bauernsohn im südböhmischen Oberplan auf, damals noch Teil der Habsburgermonarchie. Das oberflächlich idyllisch wirkende Landleben ist geprägt von Mühe und Arbeit. Keiner der Dorfbewohner hätte dem kleinen „Bertl“ eine große Zukunft vorausgesagt …

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Robert Musil

Robert Musil

Literat unruhiger Zeiten – zum 140. Geburtstag Robert Musils Wien, März 1937: Eine „ebenso schamverletzende wie gewaltige Herrschaft der Dummheit“ wird konstatiert, „namentlich ein gewisser unterer Mittelstand des Geistes und der Seele“ sei „dem Überhebungsbedürfnis gegenüber völlig schamlos, sobald er im Schutz der Partei, Nation, Sekte oder Kunstrichtung“ auftrete: Es ist Robert Musils letzter öffentlicher Auftritt in Österreich

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Der Steppenwolf

Der Steppenwolf

Warum wird Hermann Hesse oft als Autor der Jugend bezeichnet? Wo er doch viel mehr ist und uns auf allen Stufen viel Wichtiges zu sagen hat. Der Steppenwolf war das erste „richtige“ Buch, das ich in meiner Jugend las. Ich weiß noch genau, wie es mir ein Banknachbar unter dem Tisch zuschob und dabei flüsterte, dass ich diesen Band unbedingt lesen müsse, denn darin sei „die Wahrheit“.

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Michael Ende

Michael Ende

Am 1. September 1995 erklingt der „Reigen seliger Geister“ auf Münchens Waldfriedhof: In Glucks Oper „Orpheus und Euridike“ sind es wundersame Wesen, die frei und leicht den eintretenden Orpheus in ihrer Welt begrüßen. Es war der Wunsch von Michael Ende, dass dies das letzte Musikstück der Trauerfeier sein sollte. Dem musikalisch begabten Orpheus, so will es die Sage, gelingt es, die eigentlich unüberwindbare Grenze zwischen Leben und Tod zu überwinden, um seine Geliebte zurückzugewinnen.

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Sonett aus »Romeo und Julia«

Sonett aus »Romeo und Julia«

William Shakespeare, der Dichter, an dem auch 2022 kein Leser vorbeikommt, schrieb unter anderem seine berühmten 154 Sonette, die den Höhepunkt einer Entwicklung darstellen, die mit Petrarca ihren Anfang nahm. Weniger bekannt ist, dass er die Sonettform auch in einige seiner Theaterstücke einfließen ließ, reizvollerweise natürlich in zum jeweiligen Stück passenden Tonfall.

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Charles Dickens

Charles Dickens

Geboren wurde der viktorianische Literatur-Superstar 1812 in der Nähe von Portsmouth, verbrachte aber den größten Teil seiner Kindheit in London. Sein Vater, ein Angestellter mit höheren Ambitionen, ging mit seinem verdienten Geld zu locker um und landete im Schuldengefängnis. Der erst zwölfjährige Charles musste die Schule verlassen und in einer Fabrik für Schuhputzmittel arbeiten. Dieses Erlebnis hat ihn sehr belastet und gedemütigt, lebenslang klang die Schmach seiner Jugend in seinen Werken durch.

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Der Hase mit den Bernsteinaugen

Der Hase mit den Bernsteinaugen

Im Paris der Belle Epoque hat Charles, ein Cousin des Urgroßvaters Viktor von Ephrussi, wenig Sinn für das Bankgeschäft; er überlässt dies lieber seinen Brüdern und geht seiner Leidenschaft, der Kunst, nach. Er wird zum Kunstliebhaber, Sammler und einflussreichen Kunstmäzen. Er schreibt kunsthistorische Bücher, begegnet Künstlern wie Renoir, Degas, Sisley, Pissarro, Manet und vielen anderen; Renoir hat ihn auf dem berühmten Gemälde „Das Frühstück der Ruderer“ porträtiert.

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Hesse

Hesse

Hermann Hesse, der schon als 13-Jähriger »entweder ein Dichter oder gar nichts werden« wollte schrieb Zeit seines Lebens auch Gedichte. Aber es stimmt, dass ich mit Poesie meist überfordert bin und mich dann schnell langweile. Es ist die gedrängte Sprache und die Dichte der Bilder und Gefühle, die sie transportieren, die mir als Liebhaber weitschweifiger Prosa das Gefühl geben, dass hier zu viel in zu kurze Zeit gedrängt wird.

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Gedanken zum »Leiermann«-Jahr 2023

Gedanken zum »Leiermann«-Jahr 2023

Am Ende müssen wir zugeben, dass wir uns auch ein Stück weit selbst finden, indem wir schreiben, sei es über uns oder über andere. Ist dies nicht unser aller Hauptmotivation, die wir »Kleinen« mit den »Großen« der schreibenden Zunft teilen (ohne überheblich klingen zu wollen)?

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Schnee von Gestern

Schnee von Gestern

Der „Schnee vom vergangenen Jahr“ (les neiges d’antan) ist ein Ausdruck, der auf François Villon mit seiner „Ballade des dames du temps jadis“ zurückgeht. Villon war ein Kleinkrimineller aus dem 15 Jahrhundert, oftmals verurteilt und einmal nur knapp der Todesstrafe entgangen. Aber er war auch Dichter meist spöttischer, zumindest aber kritischer Balladen in oft sehr derber Ausdrucksweise, der posthum zu Ruhm und Anerkennung gelangt ist.

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Dort, wo man Bücher verbrennt

Dort, wo man Bücher verbrennt

Dieser Satz stammt bekanntlich von Heinrich Heine und wird heute vor allem im Zusammenhang mit dem Dritten Reich bemüht – verständlich, muten Heines Worte doch im Nachhinein geradezu prophetisch an. Aber Heine war kein Prophet, vielmehr erinnerte er an die lange Geschichte von politisch, ideologisch oder religiös motivierten Bücherverbrennungen. Das Zitat stammt aus seiner Tragödie Almansor (1823), die um 1500 zur Zeit der Vertreibung der Mauren aus Spanien spielt; der obige Satz nimmt Bezug auf die vom Bischof von Toledo im Jahre 1499 angeordnete Verbrennung von Büchern der islamischen Theologie.

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Kater Murr

Kater Murr

Eines Tages erzählte er voll Begeisterung von einem Buch, das die Welt aus der Sicht eines Katers schilderte. Und davon, wie sehr es ihn beeindruckt hatte und wie lustig es im Grunde war.

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Viktorianische Literatur

Viktorianische Literatur

In dieser großen und spannenden Epoche mit ihren bahnbrechenden technischen und wissenschaftlichen Erfindungen und Entdeckungen – die im Gefolge gravierende soziale Umwälzungen mit sich führten – entwickelten sich viele literarische Genres weiter, wurden verfeinert oder entstanden gar neu. Und so zeichnet sich die Unterhaltungsliteratur der viktorianischen Ära durch eine ebenfalls große und spannende Themen-Bandbreite aus.

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Der Leiermann

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