Inspiriert von Friedrich Hölderlin, reflektiert der Text den Verlust von Kunst, Kultur und Menschlichkeit in der modernen Welt. Ein nachdenklicher Appell, die Schönheit und Bedeutung der Kunst neu zu entdecken.
Kategorie
Rezensionen
Rosegger Weihnacht
Thomas Stiegler über Peter Roseggers bewegende Weihnachtsgeschichten: »Als ich Christtagsfreude holen ging« und »Der erste Christbaum in der Waldheimat«. Beide Geschichten sind eine Reise in die Vergangenheit, in eine Welt von Tradition, Heimat und familiärer Wärme – und vor allem in die tief empfundene Sehnsucht nach einem echten Zuhause.
Klingsors letzter Sommer
Wenn es draußen kalt ist, wenn der eisige Wind an den Läden rüttelt und es stürmt und schneit, dann schweifen meine Gedanken unweigerlich ab und ich träume wieder vom Sommer. Ich denke an den letzten Sommer, der erst vor ein paar Wochen zu Ende ging (Ist früher die Zeit auch so schnell verflogen? Wohin enteilt bloß die Zeit, wenn wir nicht hinsehen?).
Der kleine Hobbit
»In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.« Ich war, glaube ich, zehn, als ich den ersten Satz von Der kleine Hobbit das erste Mal gelesen habe, und war begeistert von dem Buch. Nachdem ich es fertig hatte, schlich ich in unserer Ortsbücherei, in der ich häufig zu Gast war, um die drei Bände von Der Herr der Ringe herum.
Kater Murr
Eines Tages erzählte er voll Begeisterung von einem Buch, das die Welt aus der Sicht eines Katers schilderte. Und davon, wie sehr es ihn beeindruckt hatte und wie lustig es im Grunde war.
Die Pickwickier
»Die Pickwickier«, Originaltitel: »The Posthumous Papers of the Pickwick Club (Containing a Faithful Record of the Perambulations, Perils, Travels, Adventures and Sporting Transactions of the Corresponding Members)« erschien ab dem 31. März 1836 bis zum November 1837 in Fortsetzungen unter dem Pseudonym »Boz«. Es ist der erste Roman des damals erst 24-Jährigen Charles Dickens .
Radetzkymarsch
Würde man fragen, welches Thema mich am meisten beschäftigt, dann wäre die Antwort: die Sprachlosigkeit. Oder, besser ausgedrückt, die scheinbare Unfähigkeit des modernen Menschen, anderen durch Sprache nahe zu kommen und mit Worten wirklich Kontakt herzustellen.
Der weiße Tiger
Ist es wirklich so, dass wir mit den Armen fühlen? Haben wir wirklich Mitgefühl und teilen, wenigstens für Augenblicke, ihr Leid? Legt uns denn unsere Zeit nicht vielmehr nahe, sie als moralisch anrüchig zu empfinden? Im Grunde selbstverschuldet in ihr Elend gerutscht und daher mit einem Makel behaftet?
Mein Jahr in der Niemandsbucht
Peter Handke scheint wie aus der Zeit gefallen. Ein Sänger aus früheren Tagen, einsam und unverstanden, der hier sein Lied anschlägt und mit leiser Stimme singt.
Herr der Fliegen
William Golding zeigt in diesem Buch auf eindringliche Art und Weise, wie wichtig Kultur und Bildung für jede Art Gesellschaft sind. Denn auch wir leben auf einer Insel im All und sind gerade dabei, sie niederzubrennen. Wenn auch auf andere Art und Weise, als die meisten Menschen heute glauben.
Unterm Birnbaum
Theodor Fontane schrieb keinen klassischen Kriminalroman, sondern er schuf ein düsteres Gemälde, in dem er zeigt, was ein Verbrechen mit den Menschen macht und wie sehr es sie verändert. Bis zum bitteren Ende. Eines der wenigen Werke der Kriminalliteratur, das ich gelesen habe und uneingeschränkt empfehlen kann.
Eine ganz gewöhnliche Ehe
Vielleicht stimmt es und Odysseus konnte wirklich nicht lieben. Vielleicht war er nur der listenreiche Held vor Troja, aber mit gelähmter Zunge dort, wo es wirklich wichtig war. Vielleicht aber war er auch einfach nur müde. Müde immer und immer wieder Beweise seiner Liebe bringen zu müssen.
Die Eleganz des Igels
Muriel Barberys wunderbar einfühlsame Geschichte rund um eine Concierge, die so ganz anders ist, als jeder glaubt. Absolut zu empfehlen!
Der Pate
Jahrhundertelang glaubten die Menschen an die Mär vom Wolf als wilder Bestie. Der unser aller Leben bedroht und der selbst in einer Welt voller Gewalt und Brutalität lebt, in der nur das Recht des Stärkeren zählt.
Herr und Hund
Eine der schönsten Erzählungen von Thomas Mann. »Herr und Hund«, eine Geschichte über das Leben, die einen ganz unbekannten Thomas Mann zeigt.
Das Bildnis des Dorian Gray
Ist es heute nicht seltsam leicht geworden, sich hinter einer Maske zu verbergen? Durchs Leben zu laufen, ohne jemals wirklich man selbst zu sein?
Denn wichtig ist nicht mehr, wer wir sind. Wichtig scheint nur noch, wen wir darstellen.
Und so werden wir langsam zu den Masken, die wir tragen.
Ein jeder von uns.
Bis wir niemand mehr sind.
Der Steppenwolf
Warum wird Hermann Hesse oft als Autor der Jugend bezeichnet? Wo er doch viel mehr ist und uns auf allen Stufen viel Wichtiges zu sagen hat. Der Steppenwolf war das erste „richtige“ Buch, das ich in meiner Jugend las. Ich weiß noch genau, wie es mir ein Banknachbar unter dem Tisch zuschob und dabei flüsterte, dass ich diesen Band unbedingt lesen müsse, denn darin sei „die Wahrheit“.