Selbstbildnis mit grauem Filzhut

von Thomas Stiegler

Vincent van Gogh war eines jener Genies, denen das Talent nicht in die Wiege gelegt wurde. Ganz im Gegenteil war es eine lange Zeit des Tastens und Suchens die den schon erwachsenen Mann dazu nötigte, immer wieder neue Wege des Ausdrucks zu suchen.

So schrieb er sich noch als 32-jähriger sich an der Kunstakademie in Antwerpen ein. Doch waren es wahrscheinlich eher die geheizten Räume und die kostenlosen Modelle anstatt der Wunsch, dort zu lernen, die ihn zu diesem Schritt bewogen. Denn auch hier blieb er der Außenseiter der sich keiner Methode unterwarf und weiterhin seinen eigenen Weg suchte.

In Antwerpen war es auch, dass ihn ein Brief seines Bruders erreichte, in dem dieser von dem neuen, farbenfrohen Stil der französischen Impressionisten erzählte.

Selbstbildnis mit grauem Filzhut, Vincent van Gogh, 1887; CC0 Rijksmuseum

Van Gogh brach seine Zelte ab und reiste nach Paris. Begeistert von den Gemälden der neuen Schule begann er sogleich in diesem Stil zu malen und schuf eine Reihe an Selbstportraits, zu denen auch das „Selbstbildnis mit grauem Filzhut“ gehörte.

Hier präsentiert er sich als modisch gekleideter Pariser, noch weit entfernt von dem Wahn seiner späten Tage, und interpretiert das mit markanten Pinselstrichen und kräftigen Farben.

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